„Erinnern“ ist niemals abgeschlossen. Die Auseinandersetzung mit der jüngeren deutschen Geschichte ist eine fortwährende Aufgabe für jede Schülergeneration.

Denn junge Menschen sind in der Gegenwart und in der Zukunft mit dafür verantwortlich, dass menschenverachtenden Unrecht nie wieder geschieht und dass ein demokratisches Miteinander gewährleistet werden kann! Unsere Schüler*innen werden für die Verletzung von Menschenrechten und für die Verletzung der Menschenwürde sensibilisiert, im Idealfall sollten sie entschlossen gegen jede Form von Ausgrenzung, Gewalt und Intoleranz vorgehen.

Deswegen halten wir die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, insbesondere an die jüdischen Opfer wach. Seit 2010 engagierten wir uns beim „Zug der Erinnerungen“, bei der Verlegung von Stolpersteinen und mit dem Mahnmal für die ehemalige Synagoge in Nettetal-Breyell (vgl. unsere Webseite  http://mahnmal.ge-nettetal.de/ ), welches wir am 75. Jahrestag der Reichspogromnacht enthüllten (9.11.2013). Auf dem Mahnmal ist zu lesen: „Erinnern für heute und morgen.“ Bewusst haben wir das Verb „erinnern“ gewählt, damit deutlich wird, dass jeder einzelne Mensch persönlich etwas tun kann, sich für die „Erinnerungskultur“ engagieren kann.

Wir unternehmen Rundgänge rund um unsere Schule, zu den Stolpersteinen und dem Mahnmal für die ehemalige Synagoge, und stellen dadurch einen persönlichen Bezug zu den lokalen Opfern her. Diese Form des Erinnern berührt unsere jungen Schüler*innen, es ermöglicht ein „empathisches Erinnern“.

Jede Schülerin und jeder Schüler setzt sich – vor allem in den Fächern Gesellschaftslehre, Geschichte und Religion – irgendwann in seiner Schullaufbahn mit dem Thema „Gegen das Vergessen“ auseinander. Damit bleibt die Erinnerungskultur an unserer Schule, aber auch in unserer Schulstadt Nettetal lebendig.