Tag der offenen Tür 25 – Vielfalt überall

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Um 10 Uhr öffnen sich am Samstag, den 29. November 2025, für unsere Gäste die Türen zum „Tag der offenen Tür“ an der Gesamtschule Nettetal. Vor allem Kinder aus den umliegenden Grundschulen wollen eine der möglichen weiterführenden Schulen kennenlernen. Die Irritation beim Eintritt ist groß: so viele Menschen, so viele Räume, wohin sollen wir uns begeben? Zur räumlichen  und zeitlichen Orientierung gibt es zum ersten Mal keinen gedruckten Flyer, sondern einen QR-Code für`s Handy.

Schnupperstunden

Die Kinder der Grundschulen zieht es in die zahlreichen Schnupperstunden, die im 5. und 6. Jahrgang in Biologie, Deutsch, Englisch, Kunst, Mathe, in dem typischen Gesamtschulfach „Gesellschaftslehre“ (GL) sowie in „Lions Quest“, gemeint sind Teambildungsmaßnahmen, angeboten werden. Dabei  werden zum Beispiel

  • Steckbriefe zu Hunderassen erstellt, 
  • in verschiedenen Märchen ihre Merkmale bestimmt, 
  • Plakate zu Lieblingsorten – our classroom, library, our sportgame, art-room, utility-room – erstellt, auf Englisch vorgestellt und auf Videos aufgenommen,
  • verschiedene Tresore mit Zahlenrätsel geöffnet, um zum Schluss eine Schatzkiste mit Überraschungen zu öffnen, also ein sogenanntes Exit-Game gespielt, 
  • wie im Alten Ägypten mit bildlichen Schriftzeichen, den Hieroglyphen, geschrieben oder 
  • neue Wappen zu den sechs Stadtteilen von Nettetal erstellt, auf denen dann auch das zu sehen ist, was die Kinder kennen.

Vorstellungen und Unterrichtsergebnisse 

In vielen Räumen und Gängen können Unterrichtsergebnisse betrachtet werden: im Kunstraum, in der Mensa, im Klassenraum der 6a Bauernhöfe, gebastelt in Schuhkartons zum Thema „nachhaltige Landwirtschaft“ (GL). An gleichen Orten stellen sich Menschen aus dem großen Mitarbeiter:innenstab und Projektpartner:innen vor, wobei die Präsentation der Schulsozialarbeit  einen großen Raum einnimmt:  die Elterninitiative „Kindertraum e.V.“, die Streitschlichter:innen, die Lesepatinnen, die Social-Media-Sprechstunde, der Förderverein der Gesamtschule, die Sonderpädagog:innen und die Integrationsassistenz, mittlerweile 21 Frauen, welche die Teilhabe der Kinder mit Förderbedarf im Schulsystem sichern, das Jugendzentrum Oase (mit dem, seit September 2025 neuen Streetworker  Alexander Huck), 

„All in“, das Konzept der Inklusion, bietet T-Shirts und Mützen mit aufgenähten All in-Logos an, welche Lehrermutter Elisabeth Näß ehrenamtlich aufnäht. 

Die vielfältigen Angebote der Arbeitsgemeinschaften (AGs) für die Jahrgänge 5 und 6 präsentieren sich in den Klassenräumen der Sekundarstufe I: Holzdesign, Basteln, Nadel und Faden, Instrumente entdecken, Taekwondo, die Fahrradwerkstatt, Let`s rock und die neue AG „Film ab“ mit einem Vater, dessen Kind, nicht an unserer Schule ist! Und warum bietet der gelernte Kameramann und Medientrainer Andreas Fiegel dieses Projekt an der Gesamtschule Nettetal an? „Ich habe mehrere Schulen angeschrieben, die Ganztagsbeauftragte der Gesamtschule hat sofort reagiert, sich sofort um die finanzielle Unterstützung der Stiftung NRW gekümmert und  mich sehr gut betreut.“ Da haben wir  aber Glück gehabt! „Einen Film zu drehen, ist fast ein Nebenprodukt“, erklärt Fiegel, „entscheidender ist, systematisch zu lernen und Gruppenprozesse auszuhalten.“ 

Vielerlei Mitmach-Aktionen

Beim Rundgang durch die Schule gibt es eine Art Rallye-Bogen auszufüllen, ein buntes DIN-A3-Blatt mit dem  Titel „Tour de School“. Viele zieht es zu weiteren Mitmach-Aktionen in bestimmte Räume: 

  • in der Bücherei können aus buntem Tonpapier, Glitzer, Kulleraugen  und Kleber Lesezeichen gebastelt werden,
  • im Raum der Sonderpädagogik werden Sterne und Engel aus Tonkarton, Eierkarton, Federn und Schere gebastelt,
  • im Spieleraum werden mit der Schulsozialarbeit Umhängekameras aus Tonkarton gebastelt, 
  • und mit der „Oase“ Buttons mit Motiven zum Ausschneiden oder Selberausmalen, 
  • Kolleginnen für „Deutsch als Zielsprache“ (DAZ) laden im „Spiele- Spaß- und Sprachenraum“, in dem sich auch „Latein“ und „Englisch“ präsentiert, zum altbewährten Deutschlandquiz ein,
  • in der Mensa gibt es ein  „buntes Programm“ mit Trommeln, Singen, Verkleiden und „Spökes auf der Bühne“ durch die Fachschaft „Darstellen und Gestalten“ (ein reines Gesamtschulfach), 
  • im Biologieraum kann an einem Sensorik-Experiment teilgenommen werden, dabei kann man in großen verschlossenen  Kästen unterschiedliche Getreidearten fühlen und zuordnen („Biologie mit allen Sinnen“), und
  • selber Objektträger mit Wassertropfen beträufeln, ein kleines Blättchen der Wasserpest drauflegen und dann unter einem Mikroskop untersuchen,
  • im Physikraum gibt es „Physik zum Anfassen“ mit dem Einstein-Team, man kann austesten, welche Stoffe Strom leiten (Metall …), und welche nicht (Holz, Gummi …), und mit einem Elektromagnet messen, wie stark der Strom ist,
  • im Informatikraum kann man mit ferngesteuerten Robotorbällen spielen, sie auch selbst programmieren, oder ein Knobelspiel, „toxicode“ spielen,
  • im Technikraum  im Neubau (ZdI) gibt es ein Naturwissenschafts-Projekt (NW)  „Legomindstorm – grüne Stadt“, die mit Energie versorgt werden muss, wozu verschiedene Missionen ausgeführt werden müssen wie Müll trennen, Staudamm schließen, Sonnenkollektor installieren, Windkraftanlage aktivieren oder einen Schornstein aufstellen,
  • im Technikraum im Altbau können Objekte gezeichnet und mit einem 3D-Drucker ausgedruckt werden, man arbeitet mit „Tinkecad cheatsheet“, wer es schafft, bekommt als Souvenir einen Schlüsselanhänger oder Einkaufschip mit dem Logo der Gesamtschule, ausgedruckt  – natürlich – mit dem 3D-Drucker; man kann auch ein Linienfahrzeug einer schwarzen Linie folgen lassen, ein ideales Einstiegsmodell für Roboter mit elektronischer Steuerung,
  • in einem Klassenraum im Altbau lernt man die digitale Plattform „Iserv“ und ein Whiteboard kennen und
  • vor der Mensa die  Schülervertretung (SV) mit einer Tombola. 

Wie gefällt es den Grundschülern?

Was gefällt einzelnen Grundschulschüler:innen denn besonders gut? Yakub aus Schaag ist ganz klar naturwissenschaftlich interessiert: „Physik und Informatik“, sagt er. Und ob er in der riesengroßen Schule nicht orientierungslos sei? „Nö. Eigentlich nicht. Wo das Lehrerzimmer ist, weiß ich ja“,  sagt er und zeigt darauf, „aber ob ich jetzt wüsste, wie ich zur Bibliothek zu den Lesezeichen komme?“, das bezweifelt er. In der Realschule letzte Woche sei die Orientierung kein Problem gewesen, da seien die Grundschüler von der Schülerschaft aus Jahrgang 5 und 6 in gelben Westen direkt am Eingang abgeholt worden.

„Dass ich hier so viele aus meiner Grundschule treffe“, sagt Mattis aus der Mosaikschule in Breyell, „Max und Felix zum Beispiel“, das gefällt ihm. Mattis ist zum ersten mal in der Gesamtschule. Gerade hat er an einer Führung durch die Gebäude teilgenommen, mit einem Schüler aus dem 11. Jahrgang. Er will  schnell wieder in den Spieleraum, um mit seiner Mutter dort zu kickern. 

Ehemalige zu Besuch

Wie immer trifft man viele bekannte Gesichter – und auch Gesichter, die man zuerst gar nicht wiedererkennt (Patrick? 1997 im 5. Jahrgang?) Tim, Manuel und Martin, die 2022 ihr Abitur gemacht haben,  sind neugierig, was sich verändert hat, wollen mit ihren alten Lehrerinnen und Lehrern ins Gespräch kommen. Mit einem QR-Code durchs Gebäude geführt zu werden, davon halten sie jedoch nichts: „Eine Broschüre in der Hand ist besser, um nicht ständig zum Handy greifen zu müssen.“ „Wir kommen aber jedes Jahr“, sagen sie und hatten sich natürlich auch schon längst den Termin für das nächste, sechste Ehemaligentreffen am Samstag, den 21. März 2026, notiert – in den digitalen Handy-Kalender! 

Julia und Lena, Abi 2023, sind da, wollen auch sehen, was sich verändert hat: „Jede Lehrperson  bringt mit ihrer Kreativität immer wieder etwas Neues ein“, meinen sie. Der Sprachenraum zieht sie besonders an. „Hier findet sich jeder wieder, jeder hat mindestens eine Sprache gelernt, hier kann jeder in Erinnerungen schwelgen, mit diesem Raum verbinden wir neun Jahre unseres Lebens!“ 

Szymon, Abi 2021, hat einen anderen Beweggrund: „Ich komme zwar auch jedes Jahr, aber diesmal tatsächlich, um meine kleine Schwester zu begleiten, die sich für die Schule interessiert.“

„Alle Wege führen in die Gesamtschule Nettetal“, sagt Burak, Abi 2023, der in Wuppertal Geschichte  und Englisch studiert. Er bedauert, dass er sein Schulpraktikum nicht bei uns an seiner alten Schule machen kann, das schreiben die Richtlinien vor. „Aber für`s Referendariat gilt das ja nicht“,  freut er sich. 

Warteschlangen sieht man an den geöffneten Türen, in denen Mitglieder der Schulleitung und der erweiterten Schulleitung Beratungsgespräche und Vorgespräche für die Anmeldungen zum 5. Jahrgang und zur gymnasialen Oberstufe führen, ebenso bei der bewährten „Chemie-Show“ mit dem Team von Harry Potter.

Viel ruhiger  und besinnlicher ist es  in der Auschwitz/Krakau-Ausstellung, die in diesem Jahr erstmalig viele Ziegelsteine enthält, jeder Stein steht für ein Schicksal in Krakau (vor Ort in Polen  mit übergroßen Stühlen statt mit Ziegelsteinen repräsentiert). Zu jedem Stein haben Schüler:innen ihre persönlichen Gedanken geschrieben. Beim Verlassen der Ausstellung geht man auch erstmalig an der nachgebildeten Todeswand  aus dem Vernichtungslager vorbei. 

Vielfalt bei Essen und Getränken

Unsere Oberstufenschüler:innen  aus dem 11. und 13. Jahrgang kümmern sich wieder um internationales Essen; neben einem Fair-Trade-Stand (mit Schokolade, Gebäck, Tee, Honig und Seife)  bieten sie „Leckereien aus aller Welt“ an, fast alles selbst gemacht: 

  • Sguschouka Stangen aus Russland,
  • Bao aus Vietnam,
  • Baklava in verschiedenen Varianten (Gries, Nüsse …) aus der Türkei,
  • Tabouleh-Salat aus Syrien,
  • Flammkuchenschnecken aus Frankreich,
  • Tomaten-Mozarella-Sticks aus Italien und
  • Käsestangen, Brezeln und Käse-Trauben-Spieße aus Deutschland

Der 7. Jahrgang bietet Kuchen, herzhafte Salate,  Hot Dogs mit  Brötchen und diverse Getränke an; 16 Schüsseln Waffelteig werden verbacken – und sind im Nu auch schon weg. Ergänzt werden Kaffee und Säfte mit einem heißen, vitaminreichen  Getränk,  Punsch ohne Alkohol,  durch den Jahrgang 12. Und hier werden  wir vom Grundkurs Biologie belehrt, dass auch Zucker ein Energieliferant sei.

Weitere Infos zur Anmeldung, Terminvereinbarungen über das Sekretariat:

  • 9. bis 11.02.2026: Anmeldungen für den 11. Jahrgang (Sekundarstufe II)
  • 23. bis 25.02.2026: Anmeldungen für den 5. Jahrgang (Sekundarstufe I)