Schulfest 2026 – 25 Jahre Inklusion
Ein Nachmittag, ein Abend und schließlich eine lange Nacht: Das Schulfest der Gesamtschule Nettetal am 10. Juli 2026 brachte Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Ehemalige, Geschwister, Freunde und Kooperationspartner zusammen.
Nettetal. Nicht wenig erinnerte das Schulfest an der Gesamtschule Nettetal am Nachmittag und Abend des 10. Juli 2026 an ein Ehemaligentreffen. Vor allem, als nach 20 Uhr die obligatorische Anwesenheitspflicht der amtierenden Schülerschaft beendet war. Denn es wollten längst noch nicht alle Schülerinnen und Schüler gehen. Einige blieben viel länger, um die Feierabendstimmung zu genießen. Aber auch viele Eltern blieben länger als ihre Kinder.
In der Einladung zum Schulfest war ausdrücklich die ganze Familie eingeladen: „Die gesamte Familie ist herzlich eingeladen, mit uns einen schönen Nachmittag und Abend zu verbringen. Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt: Freuen Sie sich auf Leckeres vom Grill sowie kühle Getränke.“
Zapfenstreich sollte um 24 Uhr sein. Doch es wurde zwei Uhr morgens, als Schulleiter Dr. Leo Gielkens die Pforten schloss und resümierte:
„Eine grandiose Veranstaltung in fantastischer Atmosphäre, die zusammenfasst, was wir – die Schüler- und Lehrerschaft sowie die Eltern und alle anderen Beteiligten – in der Projektwoche geleistet haben.“ Dr. Leo Gielkens, Schulleiter
Das Schulfest bildete den Abschluss der dreitägigen Projekttage vom 8. bis zum 10. Juli 2026, deren Ergebnisse präsentiert wurden. Darüber hinaus luden zahlreiche Mitmachaktionen zum Ausprobieren und Mitmachen ein: Fußballdart, Tennis, Trampolin, Schach und Kartenspiele, Sockentheater und Sketche, eine Zeichen- und Kreativstation und vieles mehr. Auch die Kooperationspartner der Gesamtschule waren vor Ort und beteiligten sich mit verschiedenen Angeboten.
Unsere Integrationshelferinnen Birgit Stegemann und Barbara Schmidt sind der Meinung, dass die Möglichkeit, die Projekte auf dem Schulfest zeigen zu dürfen, eine gute Belohnung für die Arbeit sei: „Ein Ausdruck der Vielfalt und der Wertschätzung.“
Besonders schön war, dass „so viele verschiedene Leute zusammenkamen: Lehrer, Eltern, Geschwister und Freunde“, meint Frieda aus der 9b. Lia aus der 9a teilt die Ansicht: „Ich habe neue Leute kennengelernt, auch waren die Eltern und Geschwister da, andere Schüler haben Freunde mitgebracht.“
„Und das alles in entspannter Atmosphäre“, so Leonie (9a). Und Dawid aus demselben Jahrgang sagt: „Ich habe einen Freund nach zwei Jahren wiedergetroffen! Ich hatte viel weniger Leute erwartet und dachte, dass es viel langweiliger sein würde.“
„Es war nicht zu teuer, die Preise waren fair“, sagt sein Jahrgangskamerad Sören I.
Ben aus der 9b hat es Spaß gemacht, obwohl er vier Stunden durchgearbeitet hat. Er darf sich auf die Schultern klopfen, denn er ist auf viele Menschen zugegangen, um sie einzuladen, sich die Modellschiffe anzusehen, die in Technik produziert worden sind und in einem relativ großen Wasserbassin auf ihre Tüchtigkeit überprüft werden konnten.
Unter den Besuchenden war auch unser ehemaliger Kollege Stephan Sabel. Er lobte die lebendige Schulgemeinschaft und das Wiedersehen mit vielen Ehemaligen. Auch unser Ex-Lehrer Hajo Busch war gekommen. Er unterstützt die Schule weiter durch seine aktive Mitgliedschaft im Förderverein der Schule, ein Gremium, durch das auch neue Ideen entwickelt werden können.
„Das Schulfest war wunderbar. Es stärkt die Schulgemeinschaft.“ Karina Kursatz, Lehrerin
Deswegen wird schon laut darüber nachgedacht, wie und wann man ein Schulfest regelmäßig wiederholen könnte … vielleicht in Kombination mit den Ehemaligentreffen … vielleicht auch einfach so – ohne konkreten Grund.
Trotz des Anklangs darf aber nicht vergessen werden, dass die Planung aufwändig ist. Ein halbes Jahr dauerte sie mit Sicherheit. Entstanden ist das Schulfest aus dem Wunsch, einen Geburtstag zu feiern. Das Motto: 25 Jahre auf dem Weg zur Inklusion.
Seit dem Schuljahr 2000/01 sammelte die Gesamtschule, zunächst als Schulversuch, Erfahrungen mit dem gemeinsamen Unterricht. Ab Sommer 2000 wechselten mit Julian Peters sowie Christoph, Monika und Nina die ersten Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf an die Gesamtschule Nettetal.
Zur Vorbereitung des Schulfestes entwickelte das Kern-Team um Lukas Schaffeld, Mirko Barheier und Thomas Schulz Ideen, die dann in der ersten Lehrerkonferenz abgestimmt wurden.
Bilanz in Zahlen: 1.000 Würstchen, Brötchen und Hähnchensteaks, 180 Liter Bier, 13 Kisten Cola, je 7 Kisten Fanta und Sprite und 15 Kisten Wasser. Ist doch schon einmal eine gute Grundlage, um die Bestellungen für ein nächstes Schulfest zu berechnen!
Text und Fotos: Julietta Breuer
Bilder vom Schulfest
Eindrücke vom Schulfest zum 25-jährigen Inklusionsjubiläum. Zum Vergrößern auf ein Foto klicken. (Fotos: Julietta Breuer)