Pädagogik Olympiade – Eine Reise ins Herz innovativer Bildung
Am 20. Februar 2026 besuchte eine Arbeitsgruppe bestehend aus vier Schülerinnen aus dem Pädagogik-Leistungskurs der Q2 und dem Grundkurs der Q1 die Preisverleihung der Pädagogik Olympiade der Universität Bielefeld. Zu Beginn der Veranstaltung wurden wissenschaftliche Impulsvorträge gehalten: Die Lebensgeschichte zum Thema Lernen von Professor Klaus Hurrelmann sowie die innovativen Lernkonzepte der Bildungsbotschafterinnen Margret Rasfeld und Jamila Tressel beeindruckten uns sehr.
Von August bis Dezember entwarf die Gruppe gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Steinforth unter dem Motto „Wie wollen wir lernen?” ein Konzept für eine Grundschule. Die Schülerinnen beschrieben auf unterschiedlichen Ebenen ihre Wunschgrundschule, die von Individualität, Inklusion und einer nachhaltigen Persönlichkeitsentwicklung geprägt ist. Sie entwarfen einen möglichst interessengeleiteten Stundenplan, der die Stärken der Schülerinnen und Schüler besonders fördert – so können sich diese individuell, kreativ, selbstreflexiv oder experimentell mit Themen auseinandersetzen. Dies spiegelt sich auch im räumlichen Konzept wider: Die Klassenräume werden jeweils durch Differenzierungsräume ergänzt. Im Vordergrund steht dabei nicht Leistung, sondern die Gemeinschaft.
Das Mittagessen wird von altersgemischten Kochgruppen mit regionalen Produkten zubereitet und in der Mensa von der Schulgemeinde gemeinsam gegessen. Dadurch werden Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit der Kinder gefördert. Dies kommt außerdem in regelmäßigen Vorführungen und Ausstellungen zum Ausdruck, bei denen Wertschätzung und Anerkennung für das Geleistete – fernab von Noten – im Mittelpunkt stehen.
Im Rahmen der Projekteinreichung folgten die Schülerinnen dem Aufruf zur Nominierung in der Kategorie „Sonderpreis Lehrkraft” und überraschten damit ihre Lehrerin Frau Steinforth. Diese erhielt eine Urkunde, und in der Laudatio von Tobias Kammer – Organisator der Pädagogik Olympiade und bekannt von smartwärts – wurden ihre Haltung, ihr Engagement, ihre Begeisterungsfähigkeit und ihre Empathie gewürdigt.
Darüber hinaus erhielt sie eine Einladung zur Preisverleihung des Deutschen Lehrkräftepreises am 23. Februar 2026 in Berlin, zu der wir sie begleiteten. Gemeinsam mit Herrn Kammer feierte sie die ausgezeichneten Lehrkräfte und gewann interessante Einblicke in innovative Unterrichtsprojekte. In eleganter Atmosphäre konnten Gespräche mit den Preisträgern und anderen engagierten Lehrkräften geführt werden. Es war ein tolles Erlebnis – die positive Atmosphäre und der Austausch inspirierten uns für neue Projekte.
Abgerundet wurde der Ausflug nach Berlin mit einem Besuch im Bundestag beim Abgeordneten des Kreises Viersen, Martin Plum. Wir bekamen die Gelegenheit zu exklusiven Einblicken in die Arbeit des Bundestages und zu einem Austausch mit Herrn Dr. Plum über unser Konzept sowie aktuelle pädagogische Fragen – etwa das derzeit diskutierte Social-Media-Verbot.
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