Gedenkveranstaltung am Mahnmal der ehemaligen Synagoge Breyell

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Am Sonntag, den 9. November 2025, haben die Städtische Gesamtschule Nettetal und die Stadt Nettetal mit Bürgerinnen und Bürgern um 12 Uhr am Mahnmal der ehemaligen Synagoge in Breyell (Ecke Biether Straße / Jupp-Busch-Straße) der Ereignisse der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gedacht.

Die Veranstaltung fand im Beisein von Christian Küsters (Bürgermeister) statt – das Gruppenfoto dokumentiert das gemeinsame Gedenken vor Ort.

Die Schülerinnen und Schüler des Geschichtsleistungskurses Jahrgang 13 haben Beiträge präsentiert, in denen sie auf die Zerstörung der jüdischen Gemeinde in Nettetal und insbesondere in Breyell, deren Deportationen und die Vernichtung jüdischen Lebens eingegangen sind.

Zu Beginn der 1930er Jahre lebten im Gebiet des heutigen Nettetal rund 200 Jüdinnen und Juden. Drei Überlebende – Fritz Klaber, Else Lion und Walter Sanders – kehrten nicht zurück in ihre vorigen Lebensverhältnisse.

Am Mahnmal wurden Kerzen entzündet und Rosen niedergelegt. Alle Anwesenden waren eingeladen, selbst Texte vorzulesen oder Erinnerungen und Gedanken mit der Schülerschaft zu teilen.

Dieses Gedenken setzt ein Zeichen in unserer Stadt: Es erinnert daran, dass auch in Nettetal Geschichte gelebt wurde, die unsere Gegenwart mitprägt – und dass wir gemeinsam Verantwortung dafür tragen, dass Ausgrenzung und Gewalt keine Heimat finden.