25 Unternehmen an der Gesamtschule

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O je, Polizei und Krankenwagen auf dem Schulhof, was ist in der Gesamtschule los?

Gästetag! Was es damit auf sich hat, kann am besten unser Koordinator für Berufsorientierung an der Gesamtschule Nettetal, Berthold Krahwinkel, erklären: „Unsere Gäste sind in diesem Jahr 25 fantastische regionale Unternehmen, die sich auch am Wochenende Zeit nehmen, unserer Schülerschaft aus dem 9. Jahrgang Einblicke in ihre Unternehmen zu geben, um Praktikumsplätze anzubieten und Ausbildungsberufe vorzustellen.“

Schulleiter Dr. Leo Gielkens: „Der Gästetag ist – wie immer – auch in der 29. Auflage ein besonderes Event bei uns.“ Für beide Seiten ist es eine Win-Win-Situation: Ziel der Unternehmen ist, geeignete Auszubildende zu finden, sei es in diesem Jahr oder in den nächsten Jahren, Ziel von Schulseite – so Gielkens – „dass möglichst alle nach ihrer Schulzeit einen passenden Anschluss bekommen“.

Ein vielfältiges Spektrum von Berufsfeldern konnte auch in diesem Jahr wieder abgedeckt werden. Aus dem näheren Umfeld der Gesamtschule, aus Nettetal und Umgebung, waren diesmal mit dabei (zwei Firmen mussten in diesem Jahr kurzfristig absagen, wir werden sie sicherlich beim nächsten Gästetag wieder willkommen heißen):

Für das Berufsfeld „(Bank-) Kaufleute“:

  • Croda GmbH
  • Sparkasse Krefeld
  • Volksbank Krefeld

Für das Berufsfeld „Wirtschaft/Steuern“:

  • Ley Beyel Hoff Hellmann, Steuerberater PartmbB
  • WWW Wirtz, Walter, Schmitz GmbH

Für die Berufsfelder „Verwaltung und Sicherheit“:

  • Stadt Nettetal
  • Zoll Bund Krefeld
  • Polizei Kreis Viersen

Für das Berufsfeld „Berufliche Orientierung“

  • Arbeitsagentur Nettetal
  • Rhein-Maas-Berufskolleg

Für das Berufsfeld „Gesundheit und Soziales“:

  • Städtische Krankenhaus Nettetal GmbH
  • Rettungsdienst der Stadt Nettetal
  • Deutsche Rote Kreuz (DRK) Freiwilligendienste
  • Physiotherapiepraxis Schefer in Nettetal

Für das Berufsfeld „Handwerk und Produktion“:

  • L. Josef Rameckers GmbH&Co. KG
  • Westdeutsche Dochtfabrik GmbH&Co.KG
  • Hexonia GmbH

Für das Berufsfeld „KFZ-Maschinenbau“:

  • Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH (ENG)
  • Sanders Tiefbau GmbH&Co.KG in Schwalmtal

Für das Berufsfeld „Versicherungen“

  • Eickes Gebäudesystemtechnik GmbH
  • Planungsbüro für Haustechnik H. Müller-M. Rheinhardt GdR
  • Leo Dammer, Haustechnik GmbH&Co.KG

Wir danken allen Firmen, die am Wochenende den Weg in unsere Schule gefunden haben. Ein tolles Angebot für unsere Schüler:innen, sich in möglichst kurzer Zeit einen Überblick über acht Betriebe zu verschaffen. Denn der Programmablauf gestaltete sich so:

Nach einer gemeinsamen Begrüßung mit allen Beteiligten um 9 Uhr in der Mensa, besuchten die Schüler:innen in wechselnden Kleingruppen zweimal vier 15-minütigen Kurzrunden bei den Betrieben ihrer Wahl, die sich in einzelnen, nahe beieinander gelegenen Klassenräumen befanden. Rollups mit den Firmen-Logos auf den Fluren wiesen gelegentlich schon den richtigen Weg. Dass sie die Stationen besucht hatten, wurde ihnen auf dem „Stempelzettel“ vom Betrieb am Ende einer Runde bescheinigt. In der Mitte der insgesamt acht Runden/Stationen gab es eine Frühstückspause.

Reaktion einzelner Schüler:innen

Cheyenne:

  • „Die Menschen waren sehr höflich, sie haben ihren Betrieb gut vorgestellt, ich konnte ihnen gut folgen.“

Tizian:

  • „Sanders hat den Job gut dargestellt, Rohrbau, Tiefbau und so weiter. Er hat den Beruf wirklich attraktiv gemacht. Er hat klargestellt, dass ein Mitarbeiter auf den Baustellen nicht jahrelang mit einer Schaufel rumläuft, sondern auch direkt mit Maschinen arbeitet, das hätte ich vorher so nicht gedacht.“

Florian:

  • „Der Rettungsdienst war ganz klasse, da konnte ich was lernen. Die hatten so viele Geräte mit, am besten war der Dummy. Die haben auch ganz genau erzählt, wie es im 24-Stunden-Dienst abläuft, welche Aktivitäten du auf der Wache machen musst, wo du auch übernachten kannst. Ich bin jetzt schon bei der freiwilligen Jugend-Feuerwehr und später will ich auch in den Rettungsdienst.“

Collin:

„Ich habe auch einen viel besseren Einblick bekommen. Zum Beispiel wusste ich bisher nichts davon, dass die Polizei auch in Zivil im Dienst unterwegs ist. Interessant!“

BaseL – ein starker Partner

Der Gästetag stellt eine organisatorische Meisterleistung dar, bei der viele Köpfe und Hände mit im Spiel sind:

Der Verein BaseL spielt seit seiner Gründung eine wesentliche Rolle; so waren von baseL Nettetal mit dem Standort an der Gesamtschule in Breyell dabei: Diana Boetzkes, Nina Eibelshäuser sowie Kerstin Longerich und vom Standort an der Gesamtschule in Brüggen: Vera Gäbler.

„An den Gästetagen sind immer viele Betriebe dabei,“ erklärt B. Krahwinkel, „die im Verein baseL vernetzt sind und deren Auszubildende teilweise auch unsere ehemaligen Schülerinnen und Schüler waren.“ Gielkens würdigt die Kooperation: „BaseL ist ohne Zweifel ein starker und unverzichtbarer Partner unserer Schule, ebenso wie unser Förderverein.“

Arbeitsagentur und Förderverein

Lehrer Krahwinkel und baseL arbeiten aber nicht nur an den Gästetagen, sondern grundsätzlich für den gesamten Bereich der Berufsorientierung sehr eng zusammen, sehr häufig in Verbindung mit der Arbeitsagentur in Nettetal-Lobberich, deren Ansprechpartnerin, Ira Kothes, auch am heutigen Gästetag als Arbeitgeberin dabei ist.

Der Förderverein der Gesamtschule Nettetal hat – wie in jedem Jahr – das Frühstück und kleine Präsente für die Gäste gesponsert. Sabine Maahsen war für die belegten Brötchen, den Kaffee und die weiteren Getränke verantwortlich. „Das war wie immer top“, lobt Stefan Russmann (stellv. Pflegedienstleiter am Krankenhaus in Lobberich), der seit Jahrzehnten mit der Schule zusammenarbeitet und vor kurzem auch bei der Oberstufenmesse dabei war. Er habe extra Zuhause nicht gefrühstückt, weil er weiß, wie nett alles von S. Maahsen, der Leiterin der Cafeteria vorbereitet werde.

Die „kleinen herzliche Dankeschöns“, bunte Pralinen, wurden von Kunstlehrerin Isabell Dohmen gebastelt.

Gästetag in der 29. Auflage

Streng genommen fand der Gästetag bisher 27 mal statt, zwei Mal musste coronabedingt ausfallen.

Krahwinkel erinnert sich zurück: „Die Idee des Gästetages ist tatsächlich schon 29 Jahre alt. In den ersten Jahren, unter dem damaligen Abteilungsleiter für die Jahrgänge 8 bis 10, Bernd Rösler, wurde das Format entwickelt. Anfangs war es eine Art Elterninitiative, bei der Eltern ihre Betriebe vorstellten. Später kamen ehemalige Schülerinnen und Schüler dazu, die sich in der Ausbildung befanden oder schon selbstständig waren. Heute ist das Event unverzichtbar, besonders für Firmen, die händeringend ihre Ausbildungsplätze besetzen wollen und für unsere Schülerschaft, die mit einem recht geringen Zeitaufwand testen kann, was ihnen liegt, was zu ihnen passt, und bestenfalls noch für das dreiwöchige Praktikum Anfang 2026 einen Platz findet.“

Die Nachfrage von Firmen, am Gästetag teilzunehmen, ist mittlerweile relativ hoch, „wir sind fast an die Grenzen unserer organisatorischen Kapazitäten gestoßen“, so Krahwinkel.

Resümee

„Der Gästetag ist eine einmalige Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler, nicht nur in der Theorie über Berufe zu sprechen, sondern hautnah mit zukünftigen Ausbilderinnen und Ausbildern in Kontakt zu kommen und frühzeitig ihre eigenen Stärken herauszufinden“, fasst Lehrer Philip Wohlfahrt den Wert des Gästetages in einer Diskussion mit dem Klassenlehrer-Team Jahrgang 9 zusammen. Und Lehrer Stefan Näß („All In“) ergänzt : „Gerade für Kinder, die nicht so viel soziale Unterstützung von Zuhause haben und für Schüler:innen mit Handicap wird hier von dem Lehrer:innenteam und von den Integrationskräften, die auch anwesend sind, individuell geholfen und gefördert.“

Der Gästetag hat sich zu einer erfolgreichen Kooperation mit Unternehmen aus der Region entwickelt, er ist zu einem festen Bestandteil im Schulkalender der Gesamtschule in Nettetal geworden, er ist ein typisches Element im Profil der Schule.

Wir danken allen, die zum Erfolg des gemeinsamen Projekts mit beigetragen haben.