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Kaufland

Mehr Chancen auf eine Ausbildung

Grenzland-Nachrichten

Die Gesamtschule Nettetal und das Unternehmen Kaufland (Discounter) kooperieren in Zukunft miteinander. „Wir feiern heute Doppelhochzeit“, erläuterte Dr. Christoph Merschhemke, vom Institut „Unternehmen und Schule“ aus Bonn.

Am vergangenen Donnerstag unterschrieben die Gesamtschule und Kaufland Nettetal einen Kooperationsvertrag zur Berufsorientierung. Ziel ist, dass Schüler hinter die Kulissen eines modernen Handelsunternehmens blicken können. Begleitet wird die Kooperation Institut „Unternehmen und Schule“. „Die Kauflandzentrale möchte die Zusammenarbeit mit Schulen verbessern“, erklärte Dr. Christoph Merschhemke. Langfristiges Ziel der Kooperation ist die Gewinnung von potentiellen Arbeitnehmern für das Unternehmen.

Foto: Frank Hohnen, GN

 

Dabei sollen die Schule und das Unternehmen gleichermaßen profitieren. „Schüler haben oft nur ein geringes Interesse an Berufen im Handel. Kaufland möchte durch die bundesweite Zusammenarbeit mit Schulen zeigen, dass der Handel durchaus gute berufliche Perspektiven mit Karriereoptionen bieten kann“, erläuterte Merschhemke. Durch die Einbindung von konkreten Beispielen aus der Wirtschaft in die Unterrichtsfächer werden die Schüler praxisnah in die Themen der Wirtschaft herangeführt. Angedacht sind für die nahe Zukunft: Besuche bei Kaufland, berufskundlicher Nachmittag in der Schule sowie Praxistage und Praktika.

Gleichzeitig wurde Kaufland Mitglied im Verein baseL, der seit der Vereinsgründung im Jahr 2007, die frühe berufliche Förderung von Schülern zum Ziel hat. Der Verein möchte in Zukunft mehr Unternehmen als Mitglieder gewinnen. Die Firmen bekommen durch den Verein die Möglichkeit ihre Berufe zu präsentieren. So gelingt der frühe Kontakt zu potentiellen Auszubildenden. „Wir sehen unser Modell auch als Mittel zur Stärkung der lokalen Wirtschaft“, so Schulleiter Roland Schiefelbein.

Mitglieder zahlen im Jahr 24 Euro Beitrag. Spenden sind natürlich immer willkommen. „Wir haben den Beitrag bewusst niedrig gehalten, damit alle Betrieb das Angebot nutzen können“, so Christoph Ley, Vorsitzender von baseL. Mit dem Geld finanziert der Verein ein Teil des Gehaltes der vier Berufseinstiegsbegleiter der Schule. Merschhemke, der sich intensiv mit Schulen und Unternehmen in ganz Deutschland beschäftigt, kennt bislang kein ähnliches Modell. „Das wird interessant, die Entwicklung zu beobachten“.

Künftige Ansprechpartnerin für die Schule ist die neue Kaufland-Filialleiterin Sabine Nietowski. Sie leitet seit dem 1. Oktober die Filiale in Lobberich mit 87 Mitarbeitern und freut sich schon auf den Besuch der Schüler.

 

Daniela Veugelers (Grenzland-Nachrichten)

Quelle: grenzlandnachrichten.de


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