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Invasion der Bioniker - Kunstprojekt

Ein Schuljahr lang haben der Künstler Jürgen Hemkemeyer aus Kempen sowie die Kunstlehrerin Alexa Martin und der Musiklehrer Galal Marzouk gemeinsam an der Gesamtschule Nettetal mit den Schülerinnen und Schülern im Kurs "Darstellen und Gestalten" (DG) des neunten Jahrganges das Kunstprojekt "Invasion der Bioniker" erarbeitet. Die Ergebnisse der fächerübergreifenden Zusammenarbeit präsentierten sie am Donnerstag, den 4. Juli 2013 in zwei Eröffnungs-Performances im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule Nettetal: Wie Marionetten ließen die Schülerinnen und Schüler die bionischen Objekte an Nylonfäden durch das Pädagogische Zentrum schweben, dazu gab es eine musikalische Untermalung und lyrische Texte im Stil der Lautgedichte von Ernst Jandl.

Förderung durch das Landesministerium

Das Kunstprojet ist Teil des Landesprogramms "Kultur und Schule", das vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und finanziert wird.

"Bionik ist die Verwendung von Formen, Strukturen oder Mechanismen aus der Natur in technischen Anwendungen, z.B. die Gestaltung einer energiesparenden Flugzeugtragfläche durch die "Nachahmung" der Form eines Vogelflügels," erklärt der Künstler Jürgen Hemkemeyer. "In unserem Kunstprojekt haben wir versucht, eine Verbindung von technischen und der Biologie entnommenen Elementen als Ausdruck unserer künstlerishen Ideen zu nutzen."
Die Schülerschaft hatte die Aufgabe, in ihren Skulpturen technische und organische Elemete zu verbinden. Als Titel hatten sie sich dazu "das Stechende", "das Fliegende" sowie die Eigenschaften  "rollend", "hüpfend" und "schlängelnd" ausgewählt.

Individuelles Arbeiten im Fach "Darstellen und Gestalten"

In vierzig mal neunzig Minuten plus diverse Sondereinsätze hatte Künster Hemkemeyer an der Gesamtschule Nettetal ein Schuljahr mitgewirkt, was für ihn auch eine völlig neue Erfahrung war: "Ich habe zum ersten Mal mit einer Gesamtschule zusammen gearbeitet und muss sagen, diese Schulform bietet eine sehr gute Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten nach ihrem Können und Vermögen parallel, aber dennoch eben unterschiedlich  arbeiten können. Man merkt, dass die Schülerschaft gewohnt ist, in Gruppen zu arbeiten."

Besondere Gegebenheiten im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule

"Als ich zum ersten Mal an die Gesamtschule Nettetal kam, hat mich die Decke des Pädagogischen Zentrums inspiriert," führt Künster Hemkemeyer weiter aus. "Zu dem Gradlinigen, dem Statischen der Decke, die streng geordnet ist und mich an Altrömisches erinnert hat, kontrastiert die "Bewegung", die "Leichtigkeit". Hier entwickelte ich die Idee, Natürliches und Biologisches zusammenzubringen.
Denn einer meiner Wahlsprüche lautet: Kunst ist Bewegung! -  und das nehmen die Schülerinnen und Schüler in den Pausen, wenn die durch das Zentrum gehen, wahr: Sie sehen die Objekte, die sich bewegen, sich drehen und sich auch durch den Lichteinfall verändern. Sie finden das toll, und werden denken: "Das muss ich mir jetzt einmal genauer ansehen!" Sie werden zur Decke gucken und den Kontrast von Bewegung und Leichtigkeit wahrnehmen. Der Bewegungsaspekt ist in dieser Arbeit ganz wichtig!"

Neue Erfahrungen für den Künstler

"Das war das – von der Personenanzahl her gesehen – größte Projekt, das ich je durchgeführt habe, " resümiert der Künster am Ende seiner einjährigen Arbeit.
"Und es ist noch kein Ende abzusehen," ergänzt Kunstlehrerin Alexa Martin, "denn wir müssen den Künstler noch hochleben lassen!"
Da freuen sich auch sicher diverse andere Kolleginnen und Kollegen, einschließlich der Kollegin, die diesen Artiekl schreibt, auf eine gemütliche Abschiedsfeier! Hoch soll er leben!

Und wer noch nicht genug hat...

Andere Arbeiten des Künstlers Jürgen Hemkemeyer sind noch bis zum 26. Juli 2013 im Kramer-Museum in Kempen in der Ausstellung "Moment mal", im Rahmen einer Gruppenausstellung der "Form Art 93" zu sehen.

Julietta M. Breuer


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