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Jugend forscht 2015

Mit sieben von insgesamt 207 Forschungsarbeiten, die im Rahmen des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ am 24. Februar 2015 im Krefelder Seidenweberhaus ausgestellt wurden, war die Städt. Gesamtschule Nettetal auch dieses Jahr wieder vertreten. Das zdi-Zentrum der Stadt Nettetal für den Kreis Viersen (Zentrum durch Innovation) hatte die Teilnahme der Gesamtschule mit umfangreichen Fördergeldern unterstützt.

Insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Nettetal präsentierten zusammen mit ihren Betreuern, NW-Lehrer Berthold Krahwinkel und André Czarnietzki sieben Projekten aus den drei Fachbereichen Chemie, Mathematik/Informatik und Physik:
Chemie:
–    „Die Windeltester – Welche Windel hält am meisten?“, von Ronja Hoppe und Louisa Kothes aus der 7d
–    „Gesichts- bzw. Lippenpflege leicht gemacht“, von Zoe Jessen und Adriana Krupinski aus der 6c
Mathematik/Informatik:
–    „Die Uhr mal etwas anders“, von Nick Heggemann und Tobias aus der 7d
Physik:
–    „Analyse zur Reißfestigkeit vom Papier“, von Christian Schuren und Leon Seidel  7d
–    „Lampen, Leuchten – möglichst sparsam“, von Kilian Lucke und Jona Genenger aus der 5e
–    „Stromerzeugung und Speicherung mit Hilfe von Solarzellen“, von Timon Ensen und Jean-Pierre Vanfürt aus der 6e
–    „Wärmeverlust verschiedener Thermoskannen“, von Felix Zschommler und Jan Funken aus der 7d

Einsatz des neuen Solartrainers im Fachbereich Physik

Von den Fördergeldern des zdi-Zentrums der Stadt Nettetal wurden für die Forscherprojekte u.a. drei Luxmeter, digitale Thermometer, aber auch ein Solartrainer angeschafft. Damit führten die beiden jungen Physiker aus dem 6. Jahrgang jede Menge Experimente durch. „Wir laden mit Hilfe einer Solarzelle im Moment ein Akku auf, jetzt hat es 1,5 Volt, ist also etwa zur Hälfte aufgeladen, denn insgesamt kann es 3,6 Volt speichern, „erzählt Jean-Pierre. „Und jetzt kommt es darauf an, wo die Solarzellen stehen“, führt Timon weiter. „Unsere Lichtquelle ist beweglich, auch ihre Stärke können wir einstellen. Steht sie im Süden und strahlt die Zellen direkt an, wird unser Solarpanel mit drei Solarzellen am effektivsten geladen. Das führt dazu, dass sich auch der Ventilator, den wir an das Stromnetz angeschlossen haben, sich bewegt. Nun halten Sie einmal Ihre Hand zwischen unsere Stromquelle und die Akkus“, fordert Timon seine Schulleiterin Angelika Eller-Hofmann auf, die am Nachmittag, als die Veranstaltung für die Öffentlichkeit geöffnet ist, ins Seidenweberhaus gekommen war, um sich die Forschungsarbeiten der Gesamtschule Nettetal vor Ort in Krefeld persönlich anzuschauen. Sie hält ihre Hand dazwischen und sofort hören die Akkus auf zu speichern.

Thermoskannen im Vergleich

Gleich neben den Solarforschern vertreten Felix Zschommler und Jan Funken selbstbewusst ihr Hauptergebnis zum „Wärmeverlust verschiedener Thermoskannen: „Das Preis/Leistungsverhältnis bei der Helios Wave Aqua-Thermoskanne stimmt! Denn zum Vergleich mit einer teureren Isolierkanne, die zwar im 24-Stunden-Test zwei Grad wärmer bleibt und etwas über 80 Euro kostet, hat sich die preiswerte Helios-Kanne von rund 14 Euro sehr gut geschlagen!“

Von reißfestem Papier, Lampen und Leuchten

Um die Reißfestigkeit von Papier zu testen, hatten Christian Schuren und Leon Seidel aus der 7d eine Apparatur gebaut, die Papier hält, an das sie anschließend  verschiedene Gewichte hängten.
Das vierte Projekt im Fachgebiet Physik wird gleich nebenan präsentiert: „Wir haben mit diesem Luxmeter in verschiedenen Abständen Lichtstärken gemessen und mit dem Mathematikprogramm GeoGebra in Diagrammen ausgewertet. Die hellste Lampe ist eine 40-Watt-Glühbirne mit einem Reflektor“, erzählt Jona Genenger. „Anschließend haben wir mit dem Hausmeister an der Gesamtschule gesprochen“, fährt Kilian Lucke fort. „Vielleicht werden im Laufe des Jahres oder spätestens, wenn die alten Lampen mal kaputt gehen, die Leuchtstoffröhren gegen LED-Lampen ausgetauscht.“

Projekte von Schülerinnen im Fachbereich Chemie

Der Fachbereich Chemie liegt in der Hand von Mädchen. Die „Windeltesterinnen“ sind Ronja Hoppe und Louisa Kothes, von deren Forscherstand die RP am 25.02.2015 ein großes Foto druckte und über die sie wie folgt schrieb:
„Windeln, jede Menge Windeln bestimmen das Bild (…) Die Schülerinnen der Gesamtschule Nettetal haben Messbecher und eine Schüssel Wasser daneben gestellt. (…) Die Schülerinnen, die am Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ teilnehmen, haben einen Favoriten ermittelt: Die Windel eines namhaften Herstellers hält laut Ergebnis der Jungforscherinnen 50 Milliliter mehr Wasser als die der Konkurrenz. Dass eine Windel 1,25 Liter Flüssigkeit aufnehmen kann, demonstrieren Ronja und Louisa den Juroren des Wettbewerbs, die sich zur Versuchs- und Ergebnisvorstellung am Stand eingefunden haben. Die Schülerinnen wissen genau, wie das System Windel funktioniert.“ (RP vom 25.02.2015)

Lippenpflege leicht gemacht

Dem zweiten Projekt aus dem Bereich Chemie haben sich ebenfalls Mädchen angenommen. Zoe Jessen und Adriana Krupinski haben aus Vaseline, Honig und unterschiedlichen Lebensmittelfarben Lippenpflegecremes selbst hergestellt. „Die sind nicht so schädlich wie die meisten zu kaufenden Lippenpflegecremes, die Alkohol und Parfüm enthalten und insgesamt auch zu fettig sind“, erklären die beiden jungen Chemikerinnen. „Wenn man älter wird, gehen die Lippen davon ´sogar noch mehr kaputt.“ Und auf die Frage, wie sie das Thema gefunden hätten, meint Adriana: „Wie finden es cool, dass das auch ein Thema für Männer ist, denn auch sie benutzen solche Pflegecremes!“

Uhren mal etwas anders


Dass Uhren auch anders ticken können, zeigen zwei junge Mathematiker aus der 7d. Aus Sperrholzplatten haben sie verschiedene Uhren gebaut, die aber nicht die normale Zeit anzeigen, sondern in anderen Einheiten wie z.B. in Prozent, in den Gradangaben eines Winkels, als Brüche, als Dreiersystem oder das Zweiersystem. Tobias Beskes erklärt: „Beim Dualsystem gibt es nur 2 Ziffern, die 0 und die 1, also muss die Zwei im Dualsystem schon 2-stellig sein, also 10. Die Drei ist dann 11 und die Vier schon 3-stellig, also 100 usw...“ Klassen- und Mathematiklehrer André Czarnietzki betreut die höheren Jahrgänge im Rahmen des Offenen Angebots dienstags oder mittwochs. „Das Schwierigste an dem Projekt Jugend forscht ist, ein geeignetes Thema zu finden“, meint der Mathematiklehrer, der vor zwei Jahren die Idee vom damaligen Schulleiter, Roland Schiefelbein, und mit der finanziellen Unterstützung der Firma Suthor, mit Schülerinnen und Schülern unserer Schule am Wettbewerb Jugend forscht teilzunehmen, umsetzte und bereits letztes Jahr mit einigen Schülern seiner Klasse teilnahm.

Das Procedere bei Jugend forscht

Seit 20 Jahren gibt es den Jugend-forscht-Regionalwettbewerb in Krefeld. „Die Hürden sind hoch“, erklärt Lehrer Berthold Krahwinkel, der montags in der 8. und 9. Stunde die AG „Jungend forscht“ für den 5. und 6 Jahrgang leitet. „Die Schüler und Schülerinnen müssen im Prinzip alles selber organisieren, auch mit der Wettbewerbsleitung selbstständig kommunizieren. Das ist schon einmal die erste Hürde.“ „Und genau das ist es, worauf unsere Schule großen Wert legt, dass unsere Schülerinnen und Schüler lernen selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten“, betont Schulleiterin Eller-Hofmann.
„Die zweite Hürde ist, einen Kurzbericht zu schreiben und später eine zehnseitige Langfassung. Einige Projekte konnten nicht mehr angemeldet werden, weil nicht alle Schülerinnen und Schüler es geschafft haben, alles termingerecht zu meistern,“ ergänzt Krahwinkel.
Dass die Arbeit der beiden NW-Kollegen Krahwinkel und Czarnietzki sich unbedingt fortsetzen und etablieren sollte, darin sind sich alle Lehrpersonen der Gesamtschule Nettetal, die sich im Seidenweberhaus in Krefeld trafen, einig!

Julietta M. Breuer

Zu den Fotos:
Foto 1: Gruppenfoto aller sieben Forscherteams der Gesamtschule Nettetal mit insgesamt 14 Schülerinnen und Schülern und ihren beiden Betreuern, NW-Lehrer Berthold Krahwinkel und André Czarnietzki.
Foto 2 bis 5: Die Windeltesterinnen des Chemieprojekts: Ronja Hoppe (li.) und Louisa Kothes (re.) aus der 7d.
Foto 6 bis 7: Chemieprojekt zur Lippenpflege von Zoe Jessen (re.) und Adriana Krupinski (li.) aus der 6c.
Foto 8: Projekt aus dem Fachbereich Mathematik/Informatik: „Die Uhr mal etwas anders“, von Nick Heggemann, der aus Krankheitsgründen von Tim Jansen (re.) vertreten wurde, und Tobias Beskes (li.) aus der 7d
Foto 8 bis 11: Christian Schuren und Leon Seidel untersuchten, wann Papier reißt.
Foto 12 bis 16: Wie hell leuchten verschiedene Lampen im Dunkeln und bei Tageslicht?, dieser Frage gingen  Kilian Lucke (re.) und Jona Genenger (li.) aus der 5e nach.
Foto 17 bis 20: Projekt mit die Stromsteucherung mit Solarzellen zu messen von
von Timon Ensen (re.) und Jean-Pierre Vanfürt (li.) aus der 6e.
Foto 21 bis 23: Wie lange halten unterschiedlich teure Thermoskannen warm untersuchten Felix Zschommler (li.) und Jan Funken (re.) aus der 7d.
Foto 24: Die Betreuer der Jugend-forscht-Teams der Gesamtschule, Berthold Krahwinkel (re.) und André Czarnietzki (li.) hoffen, dass sich in den nächsten Jahren weiterhin Forscherteams finden werden.
Foto 25: Das Logo von Jugend-forscht am Theater, gegenüber des Seidenweberhauses in Krefeld.


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