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Robotik-Workshop in den Herbstferien

Weil Technik so viel Spaß machen kann, verbrachten drei Schülerinnen der Städt. Gesamtschule Nettetal, Ronja Hoppe, Louisa Kothes und Sarah Steffens aus dem 7. und 8. Jahrgang, vier Tage ihrer Herbstferien freiwillig bei dem Forscher-Camp „Robotik für Mädchen“ im Science College Haus Overbach in Jülich-Barmen! Damit belegten sie drei von insgesamt 18 Plätzen; die anderen Teilnehmerinnen kamen aus Duisburg, Düsseldorf, Essen, Lemgo, Pulheim und Schwalmtal!

Vom 13. bis 16. Oktober 2014 freiwillig an einem Robotik-Workshop teilnehmen? Freiwillig die Herbstferien „vergeuden“? „Wir haben uns schon lange darauf gefreut! Das hat doch Spaß gemacht!“, erklären die drei Schülerinnen der Gesamtschule. „Und das war doch unsere freie Entscheidung, an dem Forscher-Camp teilzunehmen!“ Alle drei Mädchen haben Chemie als Unterrichtsfach im Klassenverband, dazu noch Naturwissenschaft (NW) als Wahlpflichtfach (WP). Zwei der drei Schülerinnen, Louisa und Ronja, hatten dieses Jahr schon im März bei „Jugend forscht“ mitgemacht, woran sie in 2015 voraussichtlich wieder teilnehmen werden. Ihre Chemielehrerin, Karen Steffens, hatte die Schülerinnen frühzeitig im Blick, um sie im MINT-Bereich (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu fordern. Rechtzeitig hatte sie ihre Schülerinnen angesprochen und ihnen die Bewerbungsunterlagen zukommen gelassen.

Zu den Fotos:

Roboter individuell programmieren

Im Chemie-Camp bekamen wir einen Koffer mit einzelnen Teilen für einen Roboter, den wir in etwa zweieinhalb Stunden zusammengebaut haben. Danach haben wir die einzelnen Sensoren kennengelernt. So etwas kannten wir bis dahin ja noch gar nicht! Unsere Aufgabe bestand dann darin, unseren Roboter mit mindestens drei Sensoren unserer Wahl auszustatten. Und welche „Befehle“ er dann ausführen sollte, was er dabei tun sollte, konnten wir selber auswählen“, erzählt Sarah Steffens. „Wir haben also unseren die Roboter mit mindestens drei Sensoren programmiert. Dazu gab es in den Computern Extra-Programme. Wir mussten die Formeln eingeben, um unsere Roboter mit dem Computer zu verbinden und um unseren selbst ausgewählten „Befehle“ eingeben zu können“, erzählt Louisa Kothes weiter. „Ich habe meinen Roboter zum Beispiel mit einem Soundsensor programmiert, das heißt, er reagiert auf Klatschen, Schreinen oder Stampfen, also auf ein Geräusch!“ „Beim Lichtsensor hingegen reagierte der Roboter auf schwarzes oder weißes Licht“, ergänzt Ronja Hoppe. „Beim Touchsensor reagiert der Roboter zum Beispiel, wenn er gegen eine Wand fährt oder wenn ein Fuß gegen ihn gestellt wird. Dann sollte er etwas machen. Was, haben wir selber bestimmt!“ Sarah Steffens: „ Wir haben unsere Roboter unter anderem die Befehle einprogrammiert, dass sie vorwärts- und rückwärts gehen und dass sie sich im Kreis oder Quadrat drehen sollten!“

Während Louisa Kothes ihre Fotos zeigt, macht sie auf den Roboterarm an der rechten Seite aufmerksam. Den hatten die drei Mädchen nämlich so programmiert, dass die Roboter ihre Hand heben und winken konnten!

Präsentation vor den Eltern

Am letzten Tag durften die 18 Mädchen dann ihre Ergebnisse den Eltern präsentieren. Das gesamte Robotik-Team hatte sich aus dem Angebot „Theater, Tanz oder Sketche“ den Tanz ausgewählt. Alle jungen Technikerinnen programmierten ihren Roboter mit den gleichen „Befehlen“, was zu einem eindrucksvollen, sehenswerten Spektakel führte.

Am Ende des Forscher-Camps "Robotik"mussten die drei Schülerinnen ihren Roboter dann aber leider wieder auseinanderbauen. Nach Hause mitnehmen durften sie ihr Meisterstück nicht. Schade eigentlich! Aber die nächsten Robotik-Forscherinnen werden sich in den nächsten Schulferien wieder auf die „magischen Koffer“ freuen. Mal sehen, ob dann auch wieder ein paar Schülerinnen aus Nettetal dabei sein werden!?

Julietta M. Breuer


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