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Schüler entdecken ihre Stärken (RP)

Mehr als 700 Schüler aus dem gesamten Kreis Viersen nehmen zurzeit am Projekt „Komm auf Tour - meine Stärken, meine Zukunft” zur Berufswahl teil. Dafür wurde in der Viersener Festhalle ein Erlebnisparcours aufgebaut. von BIANCA TREFFER. 

 „Wie hat es euch gefallen?”, möchte Svenja Kormann wissen. Dazu hebt die Mitarbeiterin vom Projekt „Komm auf Tour - meine Stärken, meine Zukunft” ihren Daumen nach oben, zur Seite und nach unten. Die Antwort der 75 Siebtklässler der Städtischen Gesamtschule Nettetal ist eindeutig. Die Daumen gehen nach oben. Alle haben sie einen Parcours in der Festhalle durchlaufen, bei dem sie auf einer Karte Stärkepunkte gesammelt haben.

„Wenn ihr jetzt einmal schaut, von welchen Stärkepunkten ihr die meisten gesammelt habt, dann geht ihr zu dem farbgleichen Stärkeschrank”, gibt Kormann vor. Mehr oder weniger große Gruppen sammeln sich vor den Schränken, die gerade geöffnet werden und einen Einblick in Berufe geben, bei denen die entsprechende Stärke eine große Rolle spielt. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele Fantasie-Aufkleber gesammelt hätte”, sagt Maria ganz erstaunt, die vor dem orangefarbenen Schrank mit den kreativen Berufen steht.

Fotos: Julietta M. Breuer
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Auf eine besondere Weise die persönlichen Stärken kennenlernen, das steht noch bis Freitag in der Festhalle an. Eigens dafür hat sich Viersens gute Stube in einen 500 Quadratmeter großen Erlebnisparcours verwandelt. Die Schüler treffen unter anderem auf einen Zeittunnel mit Blick in die Zukunft, müssen in einem Labyrinth Entscheidungen treffen und auf einer Bühne Aufgaben lösen.

Für vier Tage ist das Projekt „Komm auf Tour - meine Stärken, meine Zukunft” der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zu Gast in Viersen - und das zum zehnten Mal. Das Angebot möchte Jugendliche unterstützen, frühzeitig ihre Berufsorientierung zu gestalten. Es ist kein analytisches Verfahren, bei dem Jugendliche am Ende einen Beruf in die Hand gedrückt bekommen.

„Es ist ein spielerischer Einstieg in den Beruf; der noch mehr Bedeutung erhält, da es sich um einen außerschulischen Lernort handelt. Das motiviert. Zudem werden hier nur Stärken bewertet”, lobt Lehrerin Julietta Breuer von der Gesamtschule Nettetal das Projekt. Ihre Schule nimmt zum wiederholten Male an der Aktion teil. Insgesamt sind es 724 Schüler der Haupt-, Gesamt-und Förderschulen aus Viersen, Willich, Nettetal und Kempen, die die Festhalle besuchen.

„Sich früh der eigenen Stärken bewusst zu sein, macht es einfacher, den passenden Beruf zu finden. „Jeder Mensch hat Stärken. Man muss sie nur kennen”, betont Viersens Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD), die Schirmherrin von „Komm auf Tour” ist. Das Projekt zeige, dass es Spaß machen könne, sich mit Berufen zu beschäftigten. Es sei quasi eine Initialzündung, ergänzt Edgar Lapp von der Agentur für Arbeit.

Eine weitere Besonderheit des Angebots ist der Einbezug von regionalen Institutionen wie die Suchtberatung oder Schwangerschaftsberatung. Die Schüler lernen unter anderem Ansprechpartner kennen, die sie eventuell einmal auf ihrem Lebensweg benötigen. Etwas, das Michael Hartges von der Suchtberatung Kontakt-Rat-Hilfe Viersen stellvertretend für die Kooperationspartner bestätigen kann.

Quelle: Rheinische Post, 15.06.2018

Begleitprogramm für Eltern und Lehrer

Workshop Die Lehrer der beteiligten Schulen nehmen an einem Workshop von „Komm auf Tour” teil, um die Themen der Aktion im Unterricht nachbearbeiten zu können.

Info-Abend Für die Eltern gibt es einen Infoabend, bei dem das Thema Unterstützung bei der Berufswahl und Lebensplanung im Mittelpunkt steht.

Nachrichten-Archiv 2018


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