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RP: Sturm auf die Nettetaler Gesamtschule

CDU und SPD haben unabhängig voneinander in den jeweiligen Neujahrsempfängen darauf hingewiesen, dass die Schulstruktur in der Stadt in diesem Jahr politisch den Mittelpunkt ihrer Beratungen bilden werde. Ob das hellseherisch oder schlicht der Blick auf die Realitäten ist, sei dahingestellt. Fest steht, dass Nettetal sich dringend und wohl auch frei von Ideologien mit der Schulstruktur befassen muss. Denn Eltern legen nachweislich andere Maßstäbe an, wenn sie ihre Kinder an Schulen anmelden.

An der Gesamtschule sind nach Fristende vergangene Woche 244 Kinder angemeldet worden. Das sind, auch wenn man 14 auswärtige Familien abzieht, die ihre Kinder angemeldet haben, mehr als 53 Prozent aller Kinder, die im Sommer die neun Grundschulen in der Stadt verlassen werden. Die Schule nimmt aber nur 116 Kinder auf. "Das ist der höchste Prozentsatz, den wir je hatten", bestätigte gestern Schulleiter Roland Schiefelbein auf Anfrage der RP. Ihm fällt die undankbare Aufgabe zu, 128 Kinder abzulehnen. Die Gesamtschule muss Heterogenität nach drei gleich starke Leistungsgruppen herstellen, sie kann sich nicht etwa die besten Schüler aussuchen. Kriterien sind die Schulempfehlung, das Gutachten und die Noten. "Wir haben da jeweils genau ein Drittel nachzuweisen", erklärte der Schulleiter, der die auswärtigen Kinder nicht einfach abweisen darf. "Die Bezirksregierung hat deutlich gemacht, dass der Wohnort außerhalb als Ablehnungskriterium nicht zulässig ist", so Schiefelbein. "Regelrecht überrannt" werde die Schule auch bei den Anmeldungen von Jugendlichen für die Oberstufe. Kommende Woche beginnen die Anmeldungen an allen anderen Schulen.

Nachrichten-Archiv 2011


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