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RP: Seminar macht Schüler fit für den Beruf

Der Verein „baseL” hilft Zehntklässlern dabei, sich zwischen Berufskolleg oder Ausbildung zu entscheiden.

Es ist eine wichtige Entscheidung, die viele Schüler gegen Ende der zehnten Klasse treffen müssen: das Berufsfeld zu finden, in dem man später arbeiten möchte. Die 15-jährige Alicia und die 16-jährige Laura holen sich dafür Anregungen aus dem Internet. Unter der Anleitung von Ramona Riedel und Alexander Schinkels, beide vom Regionalmarketing der AOK Rheinland, beantworten die Schülerinnen im Informatikraum der Gesamtschule Nettetal Fragen zu ihren Interessen. Am Ende des „Kompetenz-Checks” stehen Vorschläge für geeignete Ausbildungsmöglichkeiten.

Zum Bild: Im Informatikraum der Gesamtschule Nettetal informieren sich die Schüler über Ausbildungsberufe. Ramona Riedel und Alexander Schinkels geben Tipps und beantworten Fragen.    RP-FOTO: BUSCH

Die Einheit mit den Fachleuten der AOK ist nur ein Baustein eines ganzen Seminartages. Dieser soll der Schülergruppe helfen, die für sie passende Entscheidung zu treffen: Geht es zu einem Berufskolleg oder direkt in eine Ausbildung? „Dafür ist es wichtig, dass Fachleute aus der Arbeitswelt mit den Schülern sprechen”, sagt Robert Bones, Projektkoordinator von „baseL”. Das an der Gesamtschule Nettetal angesiedelte Projekt hat es zur Aufgabe gemacht, den Jugendlichen beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zur Seite zu stehen. Vor zwei Jahren startete „baseL” mit der Aktion für Jugendliche. Für den Seminartag holte sich Bones Unterstützung bei Partnern: Während die Mitarbeiter der AOK Ausbildungspersepktiven erörterten, informierte der Leiter des Berufskollegs Nettetal, Rudi Wilmen, die Schüler darüber, welche Möglichkeiten seine Einrichtung bietet. Die Agentur für Arbeit zeigte, dass es längst nicht immer die Fachoberschulreife braucht, um interessante Ausbildungen machen zu können. Der Verein „baseL” möchte den Schülern die Arbeit nicht abnehmen, sondern will als Vermittler auftreten und die Jugendlichen dazu ermutigen, selbst aktiv zu werden. Dabei helfen lokale Partner wie die AOK. „Wir vermitteln auch Azubis. Zum Beispiel, wenn Ärzte uns bei der Suche nach Azubis ansprechen”, sagt Alexander Schinkels. Längst nicht alle Plätze lägen im Gesundheitssektor.

Dieses Vorgehen sei sehr erfolgreich, sagt Bones. Von zuletzt 60 ab-geschlossenen Ausbildungsverträgen nach der Klasse 10 seien 30 auf die Initiative von „baseL” zurückzuführen, so der Projektleiter. Zwischen dem Verein und der Wirtschaft herrsche ein Vertrauensverhältnis. Oft reiche es, den Schülern beim ersten Schritt unter die Arme zu greifen. So empfiehlt Bones unter anderem bestimmte Schüler bei einem Betrieb oder Unternehmen, das einen Auszubildenden sucht. „Dann muss ich dem Schüler nur noch sagen, dass der Arbeitgeber auf einen Anruf wartet”, sagt Bones. Auch Tipps gehören dazu - wie zum Beispiel, bei einem Restaurant nicht in der Mittagszeit anzurufen, wenn Hochbetrieb herrscht.

VON JAN WIEFELS   

"Es ist wichtig, dass Fachleute aus der Arbeitswelt mit den Schülern sprechen."
Robert Bones, Projektkoordinator "baseL"

 

DER VEREIN
Die Geschichte von ".baseL"

Beginn   2007 nahm "baseL" seine Arbeit auf.

Gebäudeteil   Auf dem Gelände der Gesamtschule Nettetal existieren Räume, die von der Wirtschaft finanziert wurden und die zum Beispiel zur Vorstellung von Berufen genutzt werden.

Kooperationen   Neben verschiedenen Institutionen arbeiten auch mehrere Unternehmen mit dem Verein zusammen. Dazu gehören unter anderem eine Supermarktkette und eine Bank.

Projektkoordinator    SeitEnde 2012 hat Robert Bones diese neu geschaffene Stelle. Er kümmert sich um die gewachsenen administrativen Aufgaben.

Quelle: Rheinische Post, 23.02.2013

Nachrichten-Archiv 2013


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