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RP: Gesamtschule im Ganztag

Was bietet welche weiterführende Schule? Die Rheinische Post besucht alle im Westkreis von Viersen und stellt sie im Rahmen von Schulporträts vor. Heute ist es die Gesamtschule Nettetal in Breyell.

"Unsere Schule ist ein Gesamtwerk", betont Roland Schiefelbein, Leiter der Gesamtschule Nettetal. Die Erklärung dazu folgt auf dem Fuße. Als Gesamtschule, die den Ganztag anbiete, nehme man Schüler mit den unterschiedlichsten Leistungsmöglichkeiten, Begabungen und Interessen auf. Der sich daraus resultierende Unterricht habe zwei Konsequenzen. "Einmal ist es die Menge an Angeboten und einmal die andere pädagogische Arbeit, damit sich jeder Schüler wiederfindet", erläutert Schiefelbein. Der Schüler steht im Mittelpunkt und man überlegt, was braucht die Schule, um dem Kind gerecht zu werden und nicht umgekehrt.

In der Praxis sieht dies so aus, dass ab der fünften Klasse Förder- und Forderunterricht für alle Schüler angeboten wird. Ab der sechsten Klasse gibt es in den Bereichen Englisch, Mathe, Deutsch und Chemie Leistungsdifferenzierungen. Das heißt, die Schüler können je nach Neigung Erweiterungskurse oder Grundniveaukurse belegen, wobei die Zuweisung in jedem Jahr neu beraten wird. Haushaltslehre und Technik gehören in der Sekundarstufe I für drei Jahre mit zum regulären Unterricht. Das vierte Hauptfach ist ein Wahlpflichtfach aus den Bereichen Darstellen und Gestalten, Technik und Haushaltslehre sowie Naturwissenschaften oder Französisch.

"Die Schüler sollen Stärken ausleben können. Zudem möchten wir für alle Schüler die Schullaufbahn bis zum Schluss offen halten", meint Schiefelbein. Schüler können so in der achten Klasse die zweite Fremdsprache fürs Abitur wählen beziehungsweise in der Stufe elf spanisch oder niederländisch dazu nehmen. Der integrative Unterricht in der Sekundarstufe I, das kooperative Lernen, die Abschlussorientierung, die vielen Arbeitsgemeinschaften in den unterschiedlichsten Bereichen – jeder Schüler erhält die Möglichkeit, seinen Weg gehen zu können. Sei es zum Hauptschulabschluss, zur Fachoberschulreife mit und ohne Qualifikation oder zum Fachabitur sowie Abitur.

Nachrichten-Archiv 2011


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