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RP: Gesamtschüler wollen keine Teilung

Die Schülerschaft an der Gesamtschule Nettetal lehnt den sechszügigen Ausbau ihrer Schule und deren Aufteilung auf zwei Standorte ab. In einem Schreiben an die Fraktionen sowie an Bür­germeister Christian Wagner ap­pellieren sie, eine andere Lösung zu erarbeiten. Heute Abend steht der Beschluss auf der Tagesordnung des Stadtrates.

Die Schülersprecher Lukas Plen­kers und Camilla Knops weisen im Namen der gesamten Schülerschaft darauf hin, dass an der Gesamtschule die soziale Sicherheit zu den elementaren Grundlagen des Ler­nens gehört. Sie wäre bei einer Auf­teilung auf zwei Standorte ebenso wenig mehr gegeben wie das soziale Netzwerk verloren ginge. Sozialpä­dagogen und Lehrer seien nicht mehr immer verfügbar, der enge Kontakt von Schülern unterschiedlichen Alters werde abreißen und unmöglich gemacht. Auf diese Weise gerate des Konzept der Schule in Gefahr, nach dem auch das Prinzip „Groß hilft Klein” funktioniert. Die wie eine große Familie funktionie­rende Arbeit der Schüler-Organisa­tion gehe verloren, Räume wie der basel-Raum und das ZdI-Zentrum könnten von Schülern der Depen­dance nicht besucht werden, die Ausbildung von Jugendlichen der Klasse 9 zu Streitschlichtern würde durch die Teilung überflüssig. Die Schüler warnen auch davor, mit der Teilung die bewährte Inklusionsar­beit erheblich zu schwächen. „Nach jahrelangem ,Kampf' hat un­sere Schule bewiesen, wie gut sie wirklich ist. Wir haben uns von starken und böswilligen Kritiken nicht unterkriegen lassen und haben als Schulgemeinde immer zusammengehalten”, schreiben die Schüler. Sie fragen die Entscheider einer Tei­lung der Schule, ob sie sich „in die Lage eines Gesamtschülers bzw. deren Eltern versetzt hätten”.


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