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RP: Die Sorgen des Kakaobauern kennenlernen

NETTETAL (tref) „70 für drei Tüten, mein letztes Angebot", bietet der Präsident aus Ashanti an. Doch die beiden zwölfjährigen Kakaobohnen-Einkäuferinnen Ronja und Carolin winken ab. Man habe genug auf Lager und müsse selber erst einmal absetzen. Präsident Lukas (12) will weiter handeln, doch Projektbetreuerin Ramona Hubert erinnert ihn daran, dass er einen festen Preis hat, unter dem er nicht verkaufen darf. Lukas geht in sein Dorf zurück, nicht wissend, wie er die Arbeiter auf den Plantagen bezahlen soll und wie es weitergehen wird.

Das Fairmobil der Diözesankolpingjugend ist an der Gesamtschule Nettetal zum ersten Mal im Einsatz.

Alles ein Rollenspiel, allerdings eins, das unter die Haut geht, wie die Schüler der Klasse 7a bei der Reflektion, bemerken. Einmal hautnah erleben, wie es als Kakaobauer ist, seine Ware für einen fairen Preis an die Kakaohändler verkaufen zu wollen, erfahren wie es in Sachen Schokoladenfabrik weitergeht bis hin zum Produkt, das im Schulkiosk landet, das alles gab es jetzt in der Lobbericher Gesamtschule. Möglich machte es der erste Einsatz des Fairmobils des Diözesanverbands der Kolpingjugend.

Die Idee zu dem Fairmobil ist Anfang des Jahres in der Kolpingjugend im Kolpingwerk Diözesanverband Aachen entstanden. "Wir haben überlegt, "wie wir die Themen der Eine-Welt-Arbeit Kindern und Jugendlichen näher bringen können", erinnert sich Barbara Flitter, Jugendreferentin der Kolping Jugend. Gemeinsam mit fünf Sozialpädagogik-Studenten der Hochschule Nimwegen wurde ein Konzept erarbeitet und das Fairmobil - ein Bauwagen mit Materialien zu verschiedenen Themen über Eine-Welt-Arbeit - geschaffen. Mit dem ging man nun erstmals auf Tour.

Nachrichten-Archiv 2009


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