Zum Artikel springen
Zur Navigation springen


Artikel überspringen — Artikel

RP: "BaseL" beschäftigt jetzt Projektkoordinator

Mit Hilfe der Stiftung zur Unterstützung von Jugend und Alter kann an der Gesamtschule Nettetal professionellere Arbeit geleistet werden.

Das Berufsbildungsforum der Gesamtschule Nettetal zur Lehrstellenvermittlung, getragen vom Verein „baseL” hat einen weiteren Schritt getan. Dank einer Stiftung kann ein hauptamtlicher Projektkoordinator angestellt werden. „Die Position ist nötig geworden, weil immer mehr administrative Aufgaben anfallen”, erklärte Monika Ioannidis vom Vorstand des Vereins.

So verlangt die Arbeitsagentur für eine Zertifizierung umfassendes Material, das Robert Bones in seiner neuen Funktion erarbeiten wird. Er will auch Mittler zwischen Verein und lokaler Wirtschaft sein. Dies ermöglicht die neue Zusammenarbeit mit der Stiftung zur Unterstützung von Jugend und Alter. Sie übernimmt die Anschubfinanzierung der 400-Euro-Stelle. „Wir sind eine Verbrauchsstiftung, die ihr Kapital innerhalb von 25 Jahren auszahlt”, erklärt Dieter J. Esser vom Stiftungsvorstand. In der Regel werden Anschubfinanzierungen für zwei Jahre übernommen, es kann aber auch zu längerer Zusammenarbeit kommen. Sein Kollege Thomas Wolfram ist gespannt auf den Effekt: „Für uns ist es das erste Projekt zur Bildung von Jugendlichen.”

Die neue Stelle schafft auch Kapazitäten bei den übrigen Angestellten. Die Berufseinstiegsbegleiter können sich intensiver der Unterstützung von Schülern bei der Vermittlung von Lehrstellen widmen. Dass dieses sehr innovative Projekt funktioniert, zeigt sich immer mehr.  „Wir ermitteln schon im achten Jahrgang Fähigkeiten und Interessen und betreuen die Schüler bis zum Abschluss. Unternehmer aus dem Kreis Viersen können bei uns gezielt suchen und werden oft fündig”, sagt Sabine Dannenmann. Ihr Urteil über einen zu vermittelnden Schüler habe Gewicht und könne die eine oder andere schwächere Note ausgleichen. Die Begleiter bemühen sich auch um die Nachsorge. Lehrlinge haben eine vertraute Kontaktperson in Konfliktfällen.

Dass das Projekt interessant ist für die mittelständische Wirtschaft, erfuhr Schulleiter Roland Schiefelbeinkürzlich beim Kongress der Bertelsmannstiftung zum Thema „Kein Kind zurück lassen”, zu dem BaseL eingeladen wurde. „Die Unterstützung schwacher Schüler in unserem Projekt hat die Unternehmer beeindruckt, was sie uns nach dem Vortrag mit stehenden Ovationen gezeigt haben.” BaseL soll „für alle Schulen in Nettetal da sein,” betont Schiefelbein. Dies zu koordinieren und in Gang zu bringen ist auch eine Aufgabe für Bones als Projektkoordinator. Der Verein beschäftigt inzwischen vier Angestellte auf 400-Euro-Basis. Drei als Berufseinstiegsbegleiter und nun einen Projektkoordinator. Im vergangenen Jahr konnten 28 Schüler direkt über „baseL” vermittelt werden.

von PHILIPP PETERS

Nachrichten-Archiv 2012


nach oben springen