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MINT-Fächer können für Schüler auch cool sein

Gummibärchen schmecken lecker! Doch die wenigsten wissen, dass man aus Gummibärchen auch Klebstoff machen kann: Man nehme eine Hand voll Gummibärchen, erhitze diese auf höchstens sechzig Grad und füge soviel Wasser dazu, bis man die Masse gut mit einem Pinsel verstreichen kann. Der Slogan, mit dem die ehemaligen Zehntklässler der Nettetaler Gesamtschule um ihr 'Cool:MINT' Projekt warben, lautete: »Daumen hoch für die Gesundheit, ohne Lösungsmittel!«

MINT steht für die Schulfächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Dass die Fächer faszinierend und spannend sein können, hat Chemielehrerin Veronika Wolters im Rahmen des Projektes 'CooI:MINT' an der Gesamtschule bewiesen. Sie ist die erste Bundessiegerin des vom Deutschen Philologenverbandes und der Deutschen Telekom Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerbes und wurde nun ausgezeichnet. »Mint-Themen sind keine reinen Streber-Arbeiten«, unterstrich Prof. Dr. David-Samuel Di Fuccia, Projektleiter des Deutschen Philologenverbandes. Im Alltag begegneten Schüler 'MINT' immer wieder. Schulleiter Roland Schiefelbein bezeichnete es als »riesengroßen Erfolg« nicht nur für Veronika Wolters, sondern auch für die Gesamtschule. Die Nachhaltigkeit des Projektes sei gesichert und der Glanz der Schüler und Schülerinnen falle auf die Schule, verkündete er freudig.

Zum Foto: Es gratulierten: Andreas Bartsch, Mitglied des DPhV-Vorstandes, Roland Schiefelbein, Leiter der Gesamtschule Nettetal-Breyell (l.h.). Den ersten Preis erhielt: Chemielehrerin Veronika Wolters mit ihren Schülerinnen (m). Prof. Dr. David-S. Di Fuccia, Projektleiter des DPhV (r.h.) und Dr. Ekkehard Winter, Deutsche Telekom Stiftung, übergaben die Auszeichnung.

 

Insgesamt dreißig Lehrer aller Schulformen aus zehn Bundesländern hatten sich am Wettbewerb beteiligt. Die Bandbreite der eingereichten Arbeiten ging vom Bau eines Roboters über Fragen der Kryptologie bis hin zur Nanotechnologie. Für Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom-Stiftung, die mit weiteren Sponsoren die Preisgelder gestiftet hat, ist der Blick außerhalb der Schulmauern ganz entscheidend. »Die Schüler bekommen so einen Blick für die Welt«, sagte er bei der Preisverleihung in der Gesamtschule.

Im Chemieunterricht hatte Veronika Wolters mit Schülern ein Projekt zum Thema 'Klebstoffe' durchgeführt, dafür hat sie eigens auch an Fortbildungskursen der chemischen Industrie teilgenommen. Von Beginn an wurde das Projekt gemeinsam mit Chemikern und Marketingfachleuten der Firma 'Croda Chemie' in Nettetal geplant und personell unterstützt. Das Projekt der damaligen Zehntklässler war fast drei Jahre Thema ihres Chemieunterrichtes: Die Besonderheit der herzustellenden Kleber lag in ihrem Ausgangsmaterial: Aus Quark, Speisestärke, Styropor, Tischtennisbällen und Gummibärchen haben die jungen Chemiker Klebstoffe hergestellt und diese auf ihre Haltbarkeit oder etwaigen Gesundheitsgefährdung getestet.

 

Quelle: Zeitschrift "Profil" (April 2011) des DPhV

Nachrichten-Archiv 2011


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