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Jedem Schüler ein Ausbildungsplatz

Positive Bilanz bei baseL / Finanzielle Zukunft erst einmal gesichert / Arbeit geht weiter

Nettetal (bei). Wer heutzutage einen Ausbildungsplatz erhalten möchte, darf sich nicht darauf verlassen, dass es reicht, schnell ein paar Bewerbungen abzuschicken. Haben diese nicht den gewünschten Auf-bau oder wimmelt es im Anschreiben von Rechtschreibfehlern, ist eine Absage vorprogrammiert. Mittlerweile absolvieren alle Schüler spätestens in Klasse Neun ein Bewerbungstraining, doch auch die Eltern müssen in der Bewerbungsphase ihre Kinder unterstützen. Mit Formulierungshilfen, mit dem Vorschlagen von Berufen oder auch so, dass die Kinder ein wenig gepusht werden, ein freiwilliges Praktikum zu absolvieren.

Nicht alle Eltern können dies oder haben ein gutes Verhältnis zu ihren pubertierenden Kindern. Mitunter wird von außen eher eine Hilfe angenommen, als von den eigenen Eltern. Hier unterstützt der Verein baseL der Nettetaler Gesamtschule. „Jedem Schüler ein passender Ausbildungsplatz", lautet die Devise des Vereins. Am vergangenen Mittwoch informierte der Verein die eingeladenen Sponsoren über seine bisherige Tätigkeit sowie die nächsten Schritte in der Zukunft.

Neben Unternehmern waren die Agentur für Arbeit sowie drei Berufseinstiegsbegleiter (BeB), Lehrpersonal und Eltern anwesend. „Ziel ist es, die Schüler in eine duale Ausbildung zu bringen, also eine betriebliche Ausbildung plus Berufsschule. In der Vergangenheit haben wir die Erfahrunggemacht, dass Schüler zum Berufskolleg gehen, weil sie nichts Besseres wissen", so Schulleiter Roland Schiefelbein.

Sind zufrieden mit der Bilanz von baseL: Lehrer Bernd Rösler, baseL-Vorsitzender Christian Ley, baseL-Koordinatorin Kathrin Goller, Berufseinstiegsberaterin Sabina Dannemann, Oskar Hollenbenders, Monika Ioannidis, Schulleiter Roland Schiefelbein, Irene Sieker sowie die beiden Berufseinstiegsberater Gerd Philipp und Cäcilia Lütz. Foto: Birgit Eickenberg

 

Dieses Jahr hat von den Zehntklässlern die Hälfte in die Oberstufe gewechselt, von der anderen Hälfte haben dank der tatkräftigen Unterstützung des Vereins baseL 23 Schüler einen Ausbildungsplatz gefunden. „Eine Ausbildung zu finden muss für den Schüler die erste Wahl sein", betont Schiefelbein. Die Berufseinstiegsbegleiter (BeB) helfen bei der Praktikumssuche, vermitteln passend oder stellen die Kontakte zu den Firmen her. Zudem absolvieren die Schüler ab Klasse acht einen Kompetenzcheck, ein Bewerbungs- und Persönlichkeitstraining, ein Benimmtraining für das Verhalten bei einem Vorstellungsgespräch und Tischmanieren.

Es werden Betriebsbesichtigungen durchgeführt, Ausbildungsberufe vorgestellt und Schüler mit besonderen Bedürfnissen werden entsprechend gecoacht. Ein enormer Vorteil, der da zum Tragen kommt. „Andere Schulen haben andere Maßnahmen und die Schulen können ja auch voneinander lernen", meinte Vorstandsmitglied Monika Ioannidis. „Das Besondere bei uns ist, dass sich hier Eltern, die Unternehmer sind, mit der Schule zusammengetan haben und etwas organisiert haben", lobte Schiefelbein.

30 Firmen aus den Niederlanden, aus Viersen, Mönchengladbach, Kempen, Krefeld und natürlich Nettetal haben sich an den berufskundlichen Nachmittagen beteiligt. Neben der Agentur für Arbeit und der Sparkassenstiftung wird sich zukünftig auch die Gesellschaft für Beschäftigungsförderung an der Finanzierung des Projekts beteiligen. Bis 2012 ist baseL abgesichert. 30.000 Euro verschlingt das Projekt jährlich an Personalkosten, Trainings und Besichtigungen.

Nachrichten-Archiv 2010


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