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GN: Schüler brachten LED zu leuchten

Nettetal. Jugendliche durch eigenständiges Experimentieren für die Naturwissenschaften zu begeistern, das ist das Ziel des ZdI-Zentrums für den Kreis Viersen an der Gesamtschule in Breyell. Um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken soll mit verschiedenen Projekten der naturwissenschaftlich-technische Nachwuchs der Region aktiv gefördert werden.

 

In der vergangenen Woche fand nun in den Klassen acht und zehn ein Technik-Workshop mit Diplom-Ingenieuren der Hochschule Niederhein statt.
Das Thema „Farbspektrum von Leuchtdioden (LED)“ hat Diplom-Ingenieur  Matthias Krause für die Klasse 8c aufbereitet. „Ehrlich gesagt hatte ich mehr Probleme den Vortrag für die Schüler vorzubereiten, als einen Vortrag für Studenten“, verrät der wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschule. Nachdem in der vergangenen Woche Theorie auf dem Lehrplan stand, geht es nun an die praktische Arbeit. Normalerweise betreut er Diplomanten oder gibt Tutorien - heute aber steht er vor 13-jährigen Schülern und gibt den Achtklässlern hilfreiche Tipps, wie sie Widerstände und Widerstandsregler auf einer Leiterplatte festlöten sollen. Dafür hat Krause spezielle Elektroniklötkolben aus der Hochschule mitgebracht. „Diese Lötkolben haben eine viel feinere Spitze“, informiert  Jens Fliegen, seit einem Jahr Techniklehrer an der Gesamtschule. Er begrüßt den Technik-Workshop mit der Hochschule Niederhein, „da unser  Technikunterricht eh stark praxisorientiert ist“. So baut er beispielsweise mit seinen Schülern kleine Alarmanlagen, die auf Licht reagieren. Entgegen dem gängigen Vorurteil, Frauen und Technik hätten nicht viel gemein, schafft es die 14-jährige Carolin Berten als Erste, ihre LED-in Blau, Rot und Grün zum Leuchten zu bringen. „Die Mädchen sind zu Beginn immer etwas skeptisch, wenn es um das Thema Technik geht“,  sagt Jens Fliegen und lächelt dabei.
Jedoch helfen solche Experimente, die Scheu der Jugendlichen vor dem Themen Mechanik und Elektronik zu nehmen. Auch der 14-jährige Alexander Drabben findet es gut, „nicht immer nur zuhören zu müssen, sondern selber praktisch zu arbeiten“.  Für Schulleiter Roland Schiefelbein ist der Workshop ein Schritt in die richtige Richtung, um Schüler für ein Ingenieur- und naturwissenschaftliches Studium zu begeistern.   „Aus diesem Grund haben wir das Angebot der Hoschule Niederrhein angenommen, bereits ohne Gebäude mit der Kooperation zu starten.“ Die Kosten für das Leuchtdioden-Projekt hat die Hochschule übernommen.
Im Februar erfolgt der Spatenstich für den neuen Technikraum samt ZDI-Zentrum. Ab dem Schuljahr 2012 wird dann Technik in der Oberstufe angeboten. „Der Technikunterricht findet bisher nur in den Klassen acht und zehn statt. Mit der Einführung des Technikunterrichts in der Oberstufe für den ganzen Kreis Viersen wollen wir diese Lücke schließen“, so der Rektor.
Das ZDI-Zentrum und der Raum stehen künftig allen Koopertionspartnern zu Verfügung. Neben den Schulen und Kindergärten im Kreis sind dies auch die ortsansässigen Firmen.   „Sobald das Konzept für den Technikkurs ausgereift ist, wollen wir dafür in allen Unterstufen im Keisgebiet werben“, informiert der Schulleiter.
Sein Ziel ist es, bestimmte Module des Unterrichtes gar nicht in der Schule anzubieten, sondern in den Laboren der kooperierenden Hochschulen. „Somit bekommen die Schüler auch direkt Kontakt zu den Dozenten“. Schiefelbein hofft, dass sich auch die Wirtschaft verstärkt beim ZDI engagiert. „Von den 30 ZDI-Zenren im Land laufen die am besten, wo die Wirtschaft die Inititiative übernommen hat“. Das nächste Treffen mit den Kooperationspartnern fand Dienstag statt.

DANIELA VEUGELERS

Nachrichten-Archiv 2011


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