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GN: Schüler aus England zu Gast in Breyell

Insgesamt 18 Schüler der achten und neunten Klassen der Gesamtschule durften sich auf den Rückbesuch der Schüler der englischen Partnerschule Thirsk im Rahmen des schon seit 17 Jahren bestehenden Schüleraustauschs freuen. Julia Scheytt, Englischlehrerin und Mitorganisatorin, beantwortete mit ihrem Kollegen Duncan Bark und sechs der Schüler einige Fragen zum Ablauf des Austauschs.

Phoebe, Poppy, Tessa, Eleanor, Matthew und Calvin sind 13 und 14 Jahre alt und lernen seit zweieinhalb bzw. dreieinhalb Jahren schon Deutsch in der Schule.
In England hat man nicht unbedingt die Wahl, welche Fremdsprache man lernt. „50 Prozent der Schüler bekommen Französischunterricht und 50 Prozent erhalten Deutschunterricht“, teilte Duncan Bark mit. Pro Jahrgang sind das dann 60 Schüler, von denen aber viele aufgrund der zahlreichen staatlichen Prüfungen nicht am Austausch teilnehmen wollen oder können. Viele empfinden Französisch zu Beginn schwieriger. „Aber die deutsche Grammatik wird später dann doch anspruchsvoller.“
Was den Schülern besonders auffiel, waren die Schulzeiten. „Es wird in Deutschland schrecklich früh mit dem Unterricht begonnen“, beklagten sie. In England beginnt die Schule erst um neun Uhr, dafür dauert sie aber auch jeden Tag bis nachmittags halb vier.
„Und die Schultafeln hier sind alt, in England haben wir überall Whiteboards“, bemerkten sie. Vorab wurde der Kontakt mit den Familien seit dem Besuch der deutschen Schüler im September in England über Mails und Facebook aufrecht gehalten. „Zukünftig werden wir ein Netzwerk über Skype aufbauen“, so Duncan Bark.
Sinn des Austauschs ist natürlich, die jeweils andere Sprache zu lernen, doch darf der Spaß dabei auch nicht zu kurz kommen. Neben einem Nachmittag mit Eislaufen in Grefrath, einem Bummel in Venlo, einem Besuch der Zeche Zollverein in Essen und einem Tagesausflug nach Köln blieb noch ein Tag zur freien Verfügung mit den Familien.
„Wir machen einen Ausflug in den Hochseilgarten“, freute sich Poppy. Neben der Erfahrung, eine andere Kultur kennenzulernen, stand auch die Erfahrung, dass hier die Mahlzeiten auch anders aussehen. „Ich habe Gurkensalat kennengelernt“, teilte Calvin stolz mit und Poppy ergänzte: „Wir hatten vorher ein anderes Bild von den Deutschen und haben dann festgestellt, dass es genauso Jugendliche sind wie wir auch.“

 

Quelle:

Schüler aus England zu Gast in Breyell
Donnerstag, 27. Oktober 2011, 14:19 Uhr

von BIRGIT EICKENBERG

Grenzland-Nachrichten

Nachrichten-Archiv 2011


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