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GN: In der Gesamtschule sind auch immer die Eltern willkommen

Beginn mit 112 Kindern im Hauptschulgebäude Breyell - Keine Außenseiter

Verändert präsentiert sich seit dem Wochenbeginn die Nettetaler Schullandschaft: es gibt nun neben Hauptschulen, Realschule und Gymnasium auch eine Gesamtschule für die Klassen 5 bis 10, die im Gebäude der allmählich auslaufenden Breyeller Hauptschule mit 112 Madchen und Jungen den Unterricht begann.
Dem „flauen Gefühl" der Schüler, wie wohl der Schulalltag aussehen werde, versuchte Reinhard Thomas, kommissarischer Leiter dieser Schule, die Basis zu nehmen mit dem Bekenntnis: „Wir Lehrer sind auch ein bißchen auf geregt."

Jedenfalls verlief der erste Schultag höchst angenehm: Empfang am Schulgebäude um 14 Uhr mit den Eltern, anschließend kurzer Gang in die Klassen und erste Schreibarbeit für den Luftballonwettbewerb, dann Limo und Kuchen im Pädagogischen Zentrum.

Dazwischen gab es aber noch einige Reden, wie das bei derartigen Neuerungen sein muß.
Thomas sprach von dem Bestreben des Kollegiums, die Kinder so zu fordern, daß sie jeweils einen optimalen Schulabschluß erreichten.
Er setzte dabei auch auf die Mitarbeit der Eltern in Arbeitsgemeinschaften und „reizvollen Freizeit angeboten" außerhalb des Unterrichts; schon jetzt stehen sechs solcher Arbeitsgemeinschaften fest, die Eltern kostenlos leiten.

Bürgermeister Karl Reulen erinnerte an die Geburtswehen der Gesamtschule und das damit verbundene Auslaufen der Hauptschulen in Hinsbeck und Breyell; die neue Schule, die als einzige in Nettetal als Ganztagsschule geführt wird, sah er aber als eine „weitere Bereicherung des Angebots in der Stadt".
Den Eltern versprach er, die nach und nach notwendigen baulichen Voraussetzungen zu schaffen, wenn rechtzeitig Geld vom Lande komme.
Schließlich wünschte er sich, daß die Regierung in Dusseldorf bald den vom Rat gewählten Chef der Schule auch einsetze (gemeint ist damit der jetzige Hauptschulrektor Walter Karnatz); im November werde wohl eine Entscheidung fallen, meinte Lotar Clemens, der dafür zuständige Regierungsdirektor.

Der Schulbeamte aus Dusseldorf schrieb dem Schulträger Stadt ins Stammbuch, daß sie von der Gesamtschule ein loyales und kritisches Kollegium" erwarten könne; für die Eltern sei sie eine „offene Schule, in der sie und ihre Mitarbeit jederzeit willkommen sind, denn die Schule nimmt sie als Partner ernst."
Die Lehrer müßten sich auf pfiffige Schüler einrichten, mit denen sie viel Arbeit haben werden. Den Schülern wünschte er, daß sie bald zu Klassengemeinschaften finden: „Es darf in den Klassen keine Außenseiter geben".
Sie sollten sich die Schule erobern: „Helft mit, daß es allen Spaß macht, jeden Tag hierhin zu kommen."

Nachrichten-Archiv 1992


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