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GN: Einstieg in Beruf für Schüler erleichtern

Seminartag für zwölf Schüler des zehnten Jahrgangs / Gesamtschule kooperiert

Breyell (dv). Der Gesamtschule liegt besonders am Herzen, für alle Schüler einen echten Anschluss in die Berufswelt, schulisch oder beruflich, zu ermöglichen. Der „Fachkreis Übergang-Schule-Beruf” organisierte deshalb am vergangenen Freitag für 12 Schüler einen Seminartag und führte unter Koordination des Beratungslehrers der Schule, Holger Wildemann, alle Institutionen zusammen, die am Übergang Schule-Beruf beteiligt sind (Gesamtschule Nettetal, BaseL, Berufskolleg Nettetal, Bildungskoordinatorin der Stadt, Agentur für Arbeit, Jugendberufshilfe Nettetal).

Die Akteure knüpften ein Netzwerk für die Schüler, damit alle Möglichkeiten für einen Anschluss ausgeschöpft werden und niemand der Gefahr erliegt, durch die Maschen des Netzwerkes hindurch zu fallen.

Zu Beginn des Seminartages klärten Schulsozialpädagoge Wolfgang Foltin, Beratungslehrer Holger Wildemann und Robert Bones, der Koordinator des Vereins BaseL, mit den Schülern die Erwartungen an den Tag ab. Anschließend informierte Rudi Wilmen, Leiter des Nettetaler Berufskollegs, über die Ausbildung am Berufskolleg - im sogenannten Berufsgrundschuljahr mit der Möglichkeitden Realschulsabschluss in einem Jahr abzuschließen.

 

Zum Foto: Kooperieren gemeinsam an der Gesamtschule Nettetal für den leichteren Übergang von der Schule in der Beruf. Ein Seminartag informierte die Schüler    Foto: Daniela Veugelers

Nach einer Pause führten Alexander Schinkels und Ramona Riedel, beide Fachberater der AOK ein „Assesment Center” am Computer durch, der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Jugendlichen aufzeigte. Im Anschluss bot Robert Bones (Verein BaseL) die Fortführung eines individuell begleiteten Anschlusses mit drei Berufseinstiegs-Begleitern an.

Ingo Gasthaus, Berufsberater der Agentur für Arbeit, griff die erweiterten oder neuen Perspektiven der Schüler auf, indem er zielgenau Angebote darstellte und individuelle Unterstützung anbot. Abschließend reflektierten Wolfgang Foltin und Holger Wildemann mit den Jugendlichen den Tag, um motiviert und ermutigt das zweite Schulhalbjahr zielgerichtet fortzusetzen.

Beratungslehrer Wildemann rief vor zwei Jahren den Fachkreis „Übergang Schule-Beruf” an der Gesamtschule ins Leben und koordiniert seitdem die Aktivitäten. „Unser Credo lautet "Wissen wächst im Netzwerk". Wenige Schüler, die mit Hauptschulabschluss die Gesamtschule verlassen, haben eine klare berufliche Zukunftsplanung. „Viele wechseln dann zum Berufskolleg und scheitern auch bei uns”, so Rektor Wilmen.

Die Jugendlichen verlieren oft ein kostbares Jahr auf ihrem Weg in die Berufswelt. Der Fachkreis „Übergang-Schule-Beruf”, der alle Institutionen zusammenführt, und darauf bedacht ist, ein solches Netzwerk regelmäßig abzustimmen, ist in jener Form als exemplarisch zu sehen.

 

Grenzlandnachrichten, 28.02.2013, Seite 10

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