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Unterrichtsausfall wegen Warnstreiks

 

Sehr geehrte Eltern,

leider brachte auch die zweite Verhandlungsrunde Ende letzter Woche keine Einigung im Tarifstreit, noch nicht einmal einen Vorschlag der Ländervertreter. Daher wird es am kommenden Dienstag, den 1. März 2011, einen weiteren Warnstreik und eine Demonstration in Düsseldorf geben - und damit wird es auch wieder zu Unterrichtsausfall an unserer Schule kommen. Wir bitten Sie um Verständnis.

Einen guten Hintergrundbericht gibt es im Internet (Lokalzeit Düsseldorf im WDR vom 26.2.2011). Hier ist der entsprechende Link zum Video.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Josef Busch, Klaus Neufeldt, Monika Wirtz

Sehr geehrte Eltern,

wie Sie bereits aus der Presse erfahren haben, finden zurzeit Verhandlungen zwischen der TdL (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) und den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes statt.
Dabei geht es einerseits um einen angemessenen Inflationsausgleich, andererseits aber auch vor allem darum, dass endlich ein akzeptabler Tarifvertrag für angestellte Lehrer und Sozialpädagogen ausgehandelt wird (L-EGO = Ländererentgeltordnung).
Dieser soll dafür sorgen, dass angestellte Lehrerinnen und Lehrer gerecht eingestuft werden und wenigstens annähernd soviel verdienen wie ihre verbeamteten Kolleginnen und Kollegen. Denn der Unterschied im Nettoverdienst dieser beiden Gruppen beträgt monatlich einige hundert Euro - und das bei gleicher Qualifikation und gleicher Arbeit. Das finden alle am Schulleben Beteiligten ungerecht.

Auch an unserer Schule gibt es eine große Anzahl an angestellten Lehrerinnen und Lehrern, von denen sich mehr als ein Dutzend an dem Warnstreik beteiligen werden. Daher wird sich Unterrichtsausfall nicht vermeiden lassen.

Wir bitten Sie um Verständnis für unseren Warnstreik. Nehmen Sie uns bitte ab, dass wir uns den Entschluss zur Teilnahme nicht leicht gemacht haben, wohl wissend, dass wir unseren Schülerinnen und Schülern an diesem Tag nicht zur Verfügung stehen.
Wir bitte Sie auch um Verständnis dafür, dass die Schulleitung gezwungen ist, Schülergruppen später beginnen oder früher nach Hause gehen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Josef Busch, Klaus Neufeldt, Monika Wirtz

 

Für weitere Informationen zum Hintergrund: http://www.gew-tarifrunde.de/ und http://www.gew-viersen.net/.


 

 

 

Und hier noch ein Schreiben mit weiteren Informationen:

 


Liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,

„Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich meine Schülerinnen und Schüler alleine lasse und streiken gehe.“ Das sagt so manche Lehrkraft und kann sich deshalb nicht entschließen, sich zum richtigen Zeitpunkt für die eigenen Interessen zu engagieren.

Aber: Ein schlechtes Gewissen müssten die Arbeitgeber haben, denn seit März 2009 ist vereinbart, dass sie mit den Gewerkschaften einen Tarifvertrag schließen wollen, in dem die Eingruppierung der Lehrkräfte festgehalten wird. So soll festgelegt werden, welche Bezahlung eine Lehrkraft entsprechend ihrer Ausbildung bekommt.
Einen derartigen Tarifvertrag gibt es ausschließlich für die Lehrkräfte noch nicht, sonst ist er überall üblich!
Passiert ist seit 2009 nichts! Immer wieder haben die Arbeitgeber das Erreichen von Ergebnissen verhindert und auch am 4. Februar dieses Jahres den Verhandlungstisch wieder mit einer Blockadehaltung verlassen.
Hinzu kommt, dass die Gewerkschaften derzeit auch über die übliche Lohnerhöhung für alle Beschäftigte verhandeln. Die Forderung: Sockelbetrag 50 Euro und 3 % Gehaltserhöhung.
Die nächsten Verhandlungen finden am 24. und 25. Februar statt. Deshalb rufen die Gewerkschaften am 22. Februar 2011 in NRW zu Warnstreiks auf, bei denen auch Ihre Schule betroffen sein könnte.

Es gibt viele gute Gründe, die Lehrkräfte zu unterstützen und damit auch an die Zukunft der Bildung der Kinder und Jugendlichen zu denken:

  1. NRW verliert Lehrkräfte an andere Bundesländer. Jedes Jahr werben diese ausgebildete Lehrer ab, weil sie eine höhere Verbeamtungsgrenze haben oder die tarifliche Bezahlung großzügiger handhaben. Das ist angesichts des bekannten Lehrermangels in naher Zukunft ein großer Nachteil für Nordrhein-Westfalen. Künftige Pensionierungen verschärfen die Lage.
  2. NRW kann den Fachunterricht nicht abdecken. Auch deshalb setzen sich die tarifbeschäftigten Lehrkräfte und die Gewerkschaften für eine gerechte Bezahlung ein, damit auch in Zukunft genügend junge Menschen dieses Studium aufnehmen.
  3. Solidarität! Denn jede fünfte Lehrkraft in Nordrhein-Westfalen ist eine angestellte Lehrkraft.
  4. Angestellte Lehrkräfte verdienen in der Regel rund 500 Euro netto weniger als ihre beamteten Kollegen. Und das bei derselben Tätigkeit in derselben Schule!

Sie merken, wir wollen was erreichen und zwar im Interesse von Schülerinnen, Schülern und den Lehrkräften. Denken Sie mal zurück, wann an Ihrer Schule Unterricht wegen eines Streiks ausgefallen ist. Einmal? Noch nie? Sehen Sie, deshalb sollten Sie uns jetzt in unseren Streiks unterstützen, denn wir gehen verantwortungsbewusst damit um!

Die Schulleitung und die gewerkschaftlichen Vertrauensleute informieren Sie, wenn es zu Streikmaßnahmen an der Schule kommt. Tarifbeschäftigte haben das Recht zu streiken. Beamtinnen und Beamte dürfen nach gültiger Rechtssprechung nicht als Streikbrecher eingesetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Unger
(GEW Bezirksausschuss Detmold)

Nachrichten-Archiv 2011


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