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Unsere Ehemaligen im Ausland

Auch wenn sie nicht mehr Schülerinnen und Schüler unserer Schule sind, so zieht es doch immer wieder viele Ehemalige in unsere "heiligen Hallen", um mit Lehrern ein Pläuschchen zu halten, sich Theateraufführungen oder den Showkoladen anzuschauen, ein Praktikum zu machen oder den jetzigen Schülerinnen und Schülern von ihren Erfahrungen in Studium und Beruf zu berichten.

So wie am 01. März, als Eva Lingenbrinck, Hannah Zenses, Britta Thelen und Simon Janssen meine Einladung zu einem Diskussionsabend zum Thema "Ich bin dann mal weg - Nach dem Abi ins Ausland" dankend annahmen, um interessierten Oberstufenschülern über ihre Erlebnisse und Erfahrungen als Au Pair, Work&Traveller oder Zivi Rede und Antwort zu stehen.

Eva Lingenbrinck (Abi 2006) ging nach dem Abi im Rahmen eines Work & Travel-Programms für 8 Monate nach Neuseeland, arbeitete auf Farmen und in Restaurants und bereiste allein das gesamte Land. Hannah Zenses (Abi 2010) war ein Jahr als Au Pair in der Nähe von New York und an der Westküste bei San Francisco. Britta Thelen (Abi 2011) war als Demi Pair vier Monate in Australien. Demi-Pair ist abgeleitet von Au Pair. Ein Au Pair lebt in einer Familie und übernimmt leichte Hausarbeiten, wie Wäschewaschen, Kochen oder Staub saugen und natürlich die Kinderbetreuung. Im Gegenzug erhält sie freie Verpflegung und Unterkunft sowie ein Taschengeld. Ein Demi-Pair arbeitet nur halbtags. Die restliche Zeit steht einem für Sprachkurse an Sprachschulen oder auch an einer Uni zur Verfügung. Die Teilnahme an Sprachkursen ist beim Demi-Pair-Programm verpflichtend. Simon Janssen absolvierte seinen Bundesfreiwilligendienst über ein Jahr ebenfalls in Australien. Er arbeitete auf einer Schaffarm, in einer Auffangstation für Pinguine, als Surflehrer und als Aushilfe und Shuttlefahrer in Hostels.

Mit leuchtenden Augen berichteten sie von ihren tollen Erlebnissen, zeigten beeindruckende Fotos und gaben interessante Einblicke in die Kultur ihres Reiselandes. Aber auch negative Erlebnisse wurden ohne Scham geschildert. Natürlich sei es nicht immer leicht gewesen, man macht Grenzerfahrungen, aber lernt auch viel über sich und „weiß jetzt, dass man alles schaffen kann“. So waren es nicht die vielen Fakten, sondern vor allem die persönlichen Erfahrungen, welche die Schüler und Eltern so beeindruckten. Sie konnten ganz private Fragen stellen (Warst du schon vorher so selbstbewusst wie du es jetzt bist? Hattest du Heimweh? Hast du dich getraut, andere Leute anzusprechen? Hast du deine Freunde vermisst?). Und sie bekamen ganz ehrliche, ganz persönliche Antworten.

In einem flammenden Appell warben sie für einen Auslandsaufenthalt nach dem Abi, denn alle vier waren sich völlig einig: Das war das Beste, was sie in ihrem Leben bisher erlebt haben.

Für alle Beteiligten war es eine tolle Veranstaltung. Lust und Interesse am Reisen wurden geweckt, Mut gemacht, Hemmungen abgebaut und eventuelle Bedenken relativiert.

Auch die vier Weltenbummler genossen den Abend, waren stolz und glücklich, ihre Erfahrungen weitergeben zu können und boten auch weiterhin ihre Unterstützung an.

Dieses rege Interesse am aktuellen Schulleben ist ein schöner Beweis dafür, dass sich unsere Ehemaligen sehr wohl gefühlt haben an unserer Schule und sich noch stark mit ihr verbunden fühlen.

 

Thomas Schulz

Nachrichten-Archiv 2012


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