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Technikunterricht? - na LOGO!

Der Technikunterricht in der Oberstufe ist an der Städtischen Gesamtschule Nettetal etabliert und erfreut sich bei Schülerinnen und Schülern großer Beliebtheit. Die Ausbildungssituation in naturwissenschaftlichen Fächern ist nach wie vor angespannt, denn fehlt an Fachkräften. Hier möchte die Gesamtschule ihren Beitrag leisten. Als „starke Schule NRW“ und dritte Siegerin auf Bundesebene 2015 sowie als MINT-Schule sind die Naturwissenschaften im Schulprofil ein ganz wesentlicher Bestandteil.

Blick in den Techniknterricht

Werfen wir aus diesem Anlass einmal einen Blick in den Technikunterricht der Oberstufe, genauer in ein Projekt der Jahrgangsstufe 13 von Techniklehrer Jan Melzer. Alle sprechen von Industrie 4.0 und Digitalisierung. Hier liefert der Unterricht im Fach Technik ausreichend Möglichkeiten, dies im Unterricht anschaulich umzusetzen.

Johannes Schwab und Jaqueline André haben mit Hilfe einer speicherprogrammierten Schaltung ein typisches Problem aus dem Alltag aufgegriffen: mit Hilfe von Siemens LOGO! entwickelten sie eine Ampelschaltung auf einer Straßenkreuzung. „Wir haben uns das Projekt ausgesucht, weil wir uns im Straßenverkehr damit ständig konfrontiert sehen“, meint Jaqueline. Ihr Teampartner Johannes  ergänzt dazu, „dass es gar nicht so einfach war, einen auf den ersten Blick simplen Prozess zu programmieren.“ Der Techniklehrer ist jedoch immer wieder erstaunt, mit welchem Elan die Schülerinnen und Schüler an die selbst gewählten Projekte gehen. „Es ist von fundamentaler Bedeutung, dass Schülerinnen und Schüler auf Probleme stoßen, welche sie selbst bewältigen müssen. Das ist im späteren Berufsleben genauso“, meint Jan Melzer.

Programm aus der Berufswelt

Weiter Projekte sind ein Getränkeautomat und ein Geschicklichkeitsspiel, die ebenso mit Siemens LOGO! programmiert wurden. Dieses Programm ist in der Industrie weit verbreitet, sodass die Schülerinnen und Schüler bereits Einblicke in die Berufswelt erhalten. „Ich bin sehr froh, dass unsere Schule diese Möglichkeiten hat!“, betont Melzer, der mit seinen Kolleginnen und Kollegen auf gut ausgestattet Räumlichkeiten zurückgreifen kann.

Der Unterricht wird durch die Berufsentscheidungen der Schülerinnen und Schüler bestätigt, da viele eine Ausbildung in handwerklichen Berufen mit naturwissenschaftem Schwerpunkt wählen. So beginnt Johannes Schwab in diesem Jahr sein Studium im Bereich Robotik, welchen er bereits vor längerer Zeit ins Auge gefasst hatte. Aber auch Ausbildungsberufe, wie Zerspanungsmechaniker (CNC-Frästechnik), Kfz-Mechatroniker sind keine Seltenheit und finden im Technikunterricht einen gut gedüngten Nährboden.

Jan Melzer, Julietta Breuer

Nachrichten-Archiv 2018


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