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Tag der offenen Tür 2015

Der letzte Samstag im November. Schon Tage vorher sieht man viele Mitglieder der Schulgemeinschaft durch die Gebäude flitzen, Hinweisschilder und Plakate hier und dort aufhängen. Das kompakte Programm ist dann aber auch im knallgelben Flyer zu überschauen, der an den Eingängen der Gesamtschule verteilt wird: Herzlich willkommen zum Tag der offenen Tür, 28. November 2015, 10 bis 14 Uhr.

Reichhaltiges Programm

Emma, von der Gemeinschafts-Grundschule in Grefrath, hat schon einiges hinter sich: die Chemie-Show, das Schattentheater, die Töpfer-Werkstatt, den Technikraum und die Fadenbilder. Jetzt wird sich in der Cafeteria erholt, bei Salaten und Hotdogs. „Ein schöner Raum hier, die Cafeteria“, meint Emmas Vater. Aber beide, der alte und der neue Schultrakt, seinen schön! Und Emmas Mutter staunt: „Wirklich ein breites Spektrum, was hier geboten wird.“ Die Pause will die Familie nicht zu lange ausdehnen, denn es gibt noch so viel zu sehen: die Aktion Weihnachtsfreude, das Weihnachtsbasteln zum Mitmachen, die Brücken-Werkstatt,  das Mühlenspiel-Bauen und die Ampelschaltungen.

Auf dem Rundgang durch die Gebäude sind an vielen Ecken Unterrichtsergebnisse zu sehen, insbesondere aus dem 5. und 6. Schuljahr sowie die LRS-Förderung und individuelle Arbeitsmaterialien, das Schablonen-Grafitti, der Berufserkundungsparcours, die Ausstellung zu Heinz Nixdorf“, die Materialien des Religionsunterrichts in allen Jahrgängen, die Fremdsprachen und  - wie immer – die musikalische Unterhaltung mit der Schulband NRG in der Mensa.

Technik-Begeisterte, selbst die ganz Kleinen, kommen mit den Lego-Roboter, welche den Mars erkunden und die sie selbst programmieren können, auch auf ihre Kosten. Dazu wird die neueste Robotertechnik vorgestellt.

Unterrichtsmitschauen

Aufgeschlossene und interessierte Eltern von aufgeregten Grundschulkindern sieht man überall. Im Musikraum hat Emilys Brüderchen schon mitgetrommelt: „Das kann ich aber schon von der Grundschule her.“ Neu ist für ihn dann jedoch die Möglichkeit zur Unterrichtsmitschau in der Klasse seiner Schwester. Denn im 5. Jahrgangs darf in den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch, Biologie und Religion reingeschnuppert werden,  im 6. Jahrgang auch im Wahlpflichtbereich Französisch.

Ein anderes Kind aus dem 3. Schuljahr einer Grundschule in Breyell nimmt mit seinen Eltern das Angebot wahr, sich von OberstufenschülerInnen durch das ganze Schulgebäude führen zu lassen. So gewinne man den größten Überblick, meint sein Vater. Und die Mutter findet es klasse, dass SchülerInnen ihre Schule zeigen, so könne man auch viel fragen. Mit einem riesengroßen Schwimmreifen wird auf die Cocktailbar der Oberstufe hingewiesen - ohne Alkohol, zum Beispiel der  Kräuterlime!

Eltern der Realschule beraten mit

Erstmalig auch ein Stand „Eltern von der Realschule und der Gesamtschule beraten Eltern“. Denn die Eltern der Gesamtschule (GE) haben die Vertreter der Elternschaft der Realschule (RS) eingeladen. Gemeinsam präsentieren sie eine Stellwand zum Thema „Das Nettetaler Modell. Erfolg auf drei Säulen.“ „Der Weg fängt jetzt erst alles. Er muss noch mit viel Leben gefüllt werden“ erklärt Regina Klinkertz, Elternpflegschafts-Vorsitzende der RS. Sie berichtet: „Ein Thema heute sind die Unterschiede zwischen der Realschule und dem Gymnasium. Was mache ich, wenn mein Kind an der Realschule das „Q“, also die Qualifikation für die Oberstufe schafft? In welche Klasse geht mein Kind dann? Am Gymnasium noch einmal in die zehnte, die aber dann bereits das erste Jahr für die Oberstufe ist.“ Birgit Wabnitz, Klassenpflegschafts-Vorsitzende einer 5. Klasse an der RS ergänzt: „Am häufigsten werden wir danach befragt, wie die Durchlässigkeit zwischen den Schulen, vor allem zwischen der Gesamtschule und der Realschule sei. Und viele fragen generell nach den gravierenden Unterschienen zwischen diesen beiden Schulen, also zum Beispiel der „Ganztag“ hier, an der Gesamtschule, und der „Vormittag“ bei uns an der Realschule.“

Von Auschwitz bis zum IS

Eine ehemalige Schülerin blättert im „Pressespiegel“, der auch zum ersten Mal ausliegt: „Sehr informativ! Was die Schule schon alles erreicht und geleistet hat.“

Ein fester Bestandteil ist die Präsentation von BaseL, der Informatikräume, der Schülervertretung, des Schulsanitätsdienst, aber auch die Präsentation „Wider das Vergessen“ in der Bücherei. Hier gibt es viele, viele Informationen zur jüngsten Krakau- und Auschwitzfahrt, zum Mahnmal für die alte Synagoge und zu den Stolpersteinen. Eine Schülerin hat das Modell des Eingangstores mit dem Wachturm von Auschwitz-Birkenau mit dünnen Holzstäbchen nachgebaut. Chapeau! (Wir hoffen auf eine Dauerleihgabe für unsere Schule.)

Ergebnisse der Projektkurse aus der Sek. II

Die Projektkurse aus der Sekundarstufe II präsentieren Aktuelles: Im Kurs „Geopolitische Leitbilder“ hat eine Schülerin Korken für jedes Opfer von September Nine Eleven gesammelt, und als Weg durch die Flut von Katastrophennachrichten gebahnt. Andere Schüler haben hier ein Ukraine-Spiel entwickelt, ein Gesellschaftsspiel, mit dem man den Konflikt besser nachvollziehen kann.

Die TeilnehmerInnen des Projektkurses in Philosophie widmet sich dem Thema „Flucht und Asyl“. Eingeladen zu einer Podiumsveranstaltung, verbunden mit einer Sammelaktion für Handschuhe und Mützen, sind Angela Müllers, die Ansprechpartnerin der Flüchtlingsunterkunft im „Hotel Majestic“ das fußläufig in wenigen Minuten von der Gesamtschule aus zu erreichen ist, sowie mehrere Flüchtlinge. „Jede Aktion, die von jungen Leuten kommt, macht Hoffnung,“ lobt die Ansprechpartnerin.

Formales - Termine

Alle SchülerInnen haben übrigens Anwesenheitspflicht (Ausnahmen werden gemacht, zum Beispiel für verpflichtende Sportveranstaltungen); afür wird es dann einen Ausgleichstag geben: der Freitag nach Weiberfastnacht, also der 5. Februar 2016 wird schulfrei sein.

Und wer den Handzettel verloren oder verlegt hat, hier noch einmal die Anmeldetermine für den 5. Jahrgang:

1.    Februar 2016,   9 bis 16 Uhr
2.    Februar 2016, 13 bis 18 Uhr
3.    Februar 2016, 14 bis 18 Uhr
4.    Februar 2016, 14 bis 16 Uhr

Julietta M. Breuer

Nachrichten-Archiv 2015


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