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Sven Stiels mit dem THW im Flutkatastrophengebiet

Schon Tage zuvor bat Sven Stiels, Schüler des 12. Jahrgangs an der Gesamtschule in Nettetal,  zu Unterrichtsbeginn  stets, ob er sein Handy anlassen könnte, denn es könne sein, dass das THW ihn wegen eines Einsatzes anrufe. Dann war er tatsächlich plötzlich weg: Vom 8. bis zum 12. Juni 2013 für den „Dienst im Katastrophenschutz“ im Hochwassergebiet in  Magdeburg!

Im Anschluss an den ehrenamtlichen Einsatz hatten seine Kurskameradinnen und -kameraden Gelegenheit, ihren Mitschüler über seinen Einsatz zu befragen:

Erdem: Wie seid ihr ins Katastrophengebiet gekommen? Mit einem Bus?

Sven: Wir sind mit einem MTW, also einem Mannschaftstransportwagen dahin gekommen. In einem Anhänger befanden sich unsere Zelte, Feldbetten und so weiter.

Gonca: Wer hat euch denn den Auftrag erteilt?

Sven: Der Landesverband Sachsen-Anhalt des Technischen Hilfswerks hat in NRW nachgefragt, ob noch Helferinnen und Helfer zur Verfügung ständen.

Anna: Wo bist du denn genau gewesen? Und wer ist sonst noch mitgefahren?

Sven: Aus dem THW-Ortsverband Nettetal sind 8 Leute mitgefahren. Ich war mit einem anderen im gleichen Alter der jüngste Helfer.  Insgesamt waren wir etwa  50 Leute.  Zunächst sind wir bis Bielefeld gefahren, dort haben wir einen Zwischenstopp gemacht, um die Essensreserven  aufzustocken. Um 1 Uhr morgens ging es dann weiter nach Magdeburg.

Angelina: Und was musstet ihr vor Ort genau machen?

Sven: Unsere Hauptaufgabe bestand in der Deichwache und der Sicherung des Umspannwerkes sowie der Polizeistation, weil wir dort für die Funktionalität des Digitalfunkes sorgen mussten.

Kai: Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen, dich beim THW ehrenamtlich zu betätigen?

Sven: Ich bin schon seit meiner Jugend im THW in Nettetal-Kaldenkirchen, etwa seit meinem 12. Lebensjahr. Ein Freund meines Vaters war dort Jugendbetreuer. Mein Vater wurde gebeten,  für die Jugend Erste-Hilfe-Unterricht zu geben. Ich bin dann immer mitgefahren und habe dabei Interesse an der Arbeit entwickelt.

Dominik: Würdest du noch einmal ins Hochwassergebiet fahren? Wenn ja, warum?

Sven: Auf jeden Fall! Weil es gut getan hat, den Menschen zu helfen. Und zu sehen, wie begeistert sie von unserer Arbeit waren! Die Menschen dort haben alle zusammengehalten: Sie haben uns Brote gebracht. Einer hat jede Menge Döner vorbeigebracht. An einem Abend wurde extra für uns Helfer das Kino aufgemacht.

Jana: Hast du dir nicht ins eigene Fleisch geschnitten? Denn wir hatten doch Klausurwoche?

Sven: Ja, genau. Aber mein Lehrer hat die Klausur um eine Woche verschoben!

 

Zu den Fotos:

 

Julietta M. Breuer

 

Nachrichten-Archiv 2013


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