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„Schonräume“ für inklusive SchülerInnen?

Unter der Schlagzeile „Werden Förderkinder ausgegrenzt?“ berichtet die Rheinische Post am 18. September 2014 über die Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport am Dienstagabend, den 16.9.2014 im Rathaus.

Reporter Joachim Burghardt erläutert, dass die CDU die Schaffung von Rückzugsräumen für sogenannte auffällige Kinder beantragt habe. Die CDU wolle die Förderung der anderen inkludierten Kinder gewährleisten, so habe Jürgen Boyxen den Vorstoß begründet.

Im Kreis Viersen könnten drei „Unterstützungszentren“ eingerichtet werden. Ein Konzept, welches vom CDU-Bildungsexperten Hans-Ulrich Baumgarten in Abstimmung mit der Verwaltung und dem Unterausschuss Inklusion erarbeitet worden sei, werde nun mit dem Schulrat beraten. Käme es zur Schaffung von Schonräumen, müssten die betroffenen Kinder möglicherweise zu einem anderen Schulstandort fahren. In Nettetal kämen etwa 20 Schüler dafür in Frage.

 

Foto: Angelika Eller-Hofmann, Schulleiterin der Gesamtschule Nettetal

Kontroverse Meinungen der SchulleiterInnen

Die Ansichten der hiesigen Schulleiter und Schulleiterinnen gibt Burghardt wie folgt wieder:

„Befürwortet wurde die Idee von Hartmut Esser vom Werner-Jaeger-Gymnasium: „Bei aller Unterstützung der Inklusion muss man auch die Realität sehen“, sagte er, man habe einfach kein Personal, sich um besonders beeinträchtigte Schüler fachgerecht zu kümmern. Ähnlich sah das Julia Kaizik von der Gemeinschaftshauptschule Kaldenkirchen: „Auch Regelkinder haben ein Anrecht auf Beschulung, nicht nur Förderkinder“. Dagegen stellte Angelika Eller-Hofmann von der Gesamtschule klar, dass gerade Schüler mit emotionalem und sozialem Förderbedarf die „Vernetzung in ihrer Gemeinschaft“ bräuchten.

 

Julietta M. Breuer

Nachrichten-Archiv 2014


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