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"Prinzessin gesucht" - Präsentationsabend des Literaturkurses

Don’t worry, be happy in Nettetal…..

…. und den dazu passenden Filmsequenzen – glückliche SchülerInnen … Rolltreppe abwärts, Aufzug aufwärts, per Pedes auf den Aussichtsturm oder vergnügt hiphoppend durch die Natur. Damit wurden die Besucher auf die Aufführung eingestimmt. (Anm.: Entstanden sind diese Musikvideos in der Themenwoche vor den Ferien im 12er-Projektkurs.)

Der heutige Abend ist eine gelungene, kurzweilige Ergebnissicherung der Arbeit eines ganzen Schuljahres vom ersten Literaturkurs an der GE Nettetal im Schuljahr 2013/2014 unter Kameraführung und Regie von Hajo Busch.

Neugierig hatten sich viele Besucher am frühen Montagabend, 30.6.2014 unter Palmen in der Mensa eingefunden (damit jeder auch danach Deutschland bei der Fußball-WM in Brasilien schauen konnte.)  Literatur kann uns sehr verschieden begegnen, erläuterte Herr Busch. Schnell haben die SchülerInnnen sich für zwei Präsentationsformen entschieden – Film und Theater.

Der Abend begann mit vier Kurzfilmen. Aufgabenstellung: „Reale Welten und andere Welten“, minimale Dialoge, maximal interessant. Was aus diesem „psychologischen Experiment“ - O-Ton Hajo Busch und Gelächter auf Schülerseite - wurde,  das war schnell klar, es begeisterte die Zuschauer.

Die „Alldays-Sketcheinlage“ der drei Mädels (Maria, Ilcim, Melissa) überzeugte mit einem brillant gespielten, urkomischen Vorstellungsgespräch mit Herrn Schnuffelpuffel, einem Sockenproblem sowie typisch deutscher Trinkgeldproblematik. Der zweite Beitrag „einer Mädchengruppe mit Nils“ (Chantal M., Tina, Maja, Johanna, Sabrina, Nils) kam völlig ohne Dialoge aus, dafür setzte er wie im Stummfilm auf prägnante Musik, Musik sagt mehr als Worte und allen war alles klar. Die Umsetzung des Computer-Spiels „The Legend of Zelda“ von Judith, Janina, Jasmin und Chantal F. zeigte neben der schauspielerischen Leistung auch differenzierte mehrschichtige Schnitttechnik mit Buttons und Markern bei der Produktion. Den Abschluss des ersten Teils bildete ein Streifen „Gangs of Nettetal“, der das Zeug dazu hatte, erst ab 16 Jahre freigegeben zu werden, weil er, so Herr Busch “Spuren von Brutalität“ enthält, die Produktionsfirma (Bianca, Aron, Daniel, Phillip, Johannes, Sarah K.)  ließ verlauten, dass es sich nicht um Realität handelt und die Schauspieler nicht wirklich so sind. Jedenfalls gab es eine Entführung mit Lösegeldforderung, Verbrecher, dicke Waffen, verbotene Drehplätze, brutale Gangster und ein Happyend.

Statt der Eisreklame im Kino zu Beginn der Pause gab es einen Werbespot „Ihr Darm ist unser Problem – caco fixibus“, als ob wir schwer verdauliche Kost genossen hätten und dringend abführen müssten, aber eigentlich mussten die Besucher zwecks Umbaumaßnahmen nur ausgeführt werden in die frische Luft. Nach einer kurzen Pause mit Erfrischungsgetränken begann dann der 2. Teil der Aufführung. Theater, die Bretter, die die Welt bedeuten und eindeutig nach dieser Aufführung mein Favorit sind.

(Fotos folgen noch)

Es gab: „Prinzessin gesucht“. Oma (Daria) mit Hut, Tasche und Märchenbuch erklärte uns wie die Sache nun ehrlich mit den Prinzessinnen im Märchen gelaufen ist. Sie räumte mal auf mit den falschen Infos. Die Story: König Roland der Vorletzte sucht eine Frau für seinen Sohn mit Unterstützung der guten Fee, damit ist die Jury für das Prinzessinnen-Casting komplett. Jana Reese moderiert das Geschehen und Hajo Busch als reitender Bote eines Rosshaarbesens sucht in Lobberland und Kaldenfeld und allen erreichbaren Burgen die Top-Prinzessinnen-Kandidatinnen. Es finden sich Hänsel und Gretel, ein lispelndes Aschenputtl, ein Schneewittchen mit Dialekt und frecher Schnauze, Holz vor der Hütten und Glocken im Mieder, ein rockendes Rapunzel, ein Froschkönig, der zusammen mit dem gestiefelten Kater sein Coming-out hat und als Kandidatin ungeküsst ausfällt. Dann kommt auch noch Rotkäppchen, dessen Großmutter vom Wolf gekidnappt wurde. Die Prinzessin auf der Erbse verschläft die erste Runde des Castings und als es an die Verteilung des Krönchens geht, steht der Prinz in seiner Argumentation einem Dieter Bohlen in nichts nach. Wie bei Heidi K. stolzieren alle Kandidatinnen noch mal auf dem Catwalk und werden gnadenlos, wortstark fertig gemacht. Rotkäppchen kommt nicht in Frage – minderjährig,  Hänsel und Gretel waren im falschen Film, der Frosch im falschen Körper, Aschenputtl geht gar nicht mit dem Sprachfehler, Schneewittchen mit der Apfelallergie kann dem Prinzen keine Apfelpfannkuchen backen. Und als der Zauber der guten Fee um Mitternacht Cinderella wieder in Aschenputtl verwandelt, da endlich wird die Prinzessin auf der Erbse vom Wecker wach und erscheint in allerletzer Minute beim Casting. Der Prinz ist hin und weg von ihrer Schönheit, sie kriegt das Krönchen, Rapunzel verliert ihr Haar und die Krone – blond alleine reicht eben doch nicht zur Prinzessin – und der Moderatorin verschlägt es die Sprache. Aber Omas haben ja immer das letzte Wort.

Es war eine klasse Inszenierung, tolle schauspielerische Leistungen, witzige Dialoge, prima Musikeinspielungen … Applaus, Applaus …, ein Hoch auf den Trikotagenhersteller der Beinkleider von König und Frosch, rundum gelungen. Vielen Dank , es hat Spaß gemacht Zuschauerin zu sein. Ich freue mich auf die Ergebnisse des Literaturkurs/Filmkurs im neuen Schuljahr, die wird es geben, sagen jedenfalls Frau Scheytt und Frau Eller-Hoffmann und die müssen es wissen. Es hat sich gelohnt Neues zu wagen… Möge die Bilozität sich ereignen, dann muss Hajo Busch keinen Kurs mehr „vernachlässigen“.

D. Spinrath

 

Rollen:

Erzählerin - Daria
Moderatorin / Oma - Jana
König - Jonas
Prinz - Berk
Fee - Julia
Schneewittchen - Lena
Aschenputtel - Jessi
Rotkäppchen - Sarah I.
Rapunzel - Ramona
Prinzessin auf der Erbse - Anna
Froschkönig - Tim
Kater - Marvin
Kommissare / Hänsel und Gretel - Alyssia und Anna-Lena
der böse Wolf - Kira
Herold - HaJo

Nachrichten-Archiv 2014


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