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"Man kommt nach Hause" - das dritte Ehemaligentreffen der Gesamtschule

Man kommt nach Hause“ – das dritte Ehemaligentreffen an der Gesamtschule

Die Schülerinnen und Schüler schwelgen in Erinnerungen, was nicht besonders schwer fällt, denn unser ehemaliger Kollege Alfred Tilgner lässt auf einer Großleinwand Szenen aus dem Schulleben laufen, die er regelmäßig über viele Jahre gefilmt hatte. „Mir gefällt der Mix hier auf dem Ehemaligenfest, also das Zusammenkommen von so unterschiedlichen Jahrgängen. Hier trifft man nicht nur die Leute, die man noch gewohnt ist, sondern auch frische Abgänger,“ erklärt unsere ehemalige Schülersprecherin Camilla Knops. Und Katja Linsen aus dem Abiturjahrgangn 2006 fährt fort: „Ich freue mich, meine Freunde wiederzusehen, die ich jahrelang nicht mehr gesehen habe. Mich interessiert zu hören, was sie beruflich machen.“ Das interessiert natürlich auch die „alten“ Lehrpersonen, wie unseren Schulleiter a.D. Roland Schiefelbein, von dem gemunkelt wird, dass er seit dem 1. Februar 2014 nur noch „mit ohne“ Krawatte am Niederrhein, insbesondere in Nettetal, gesichtet worden sei.

Martin Bruckes ist aus dem allerersten Abiturjahrgang da. Warum er nun schon zum dritten Mal gekommen ist? „Wenn man einmal hier war, kommt man von hier nicht mehr los! Und was für ein besonderes Schuljahr, denn heute machen diejenigen Abitur, die genau in dem Jahr eingeschult wurden, als ich Abitur gemacht habe, nämlich 2001, also genau vor 13 Jahren!“
„Das war eine richtig tolle Zeit damals,“ meint Maurice Lisges aus Kaldenkirchen, mittlerweile Schreiner. „In Erinnerungen zu schweifen und alte bekannte Gesichter zu sehen, herrlich!“, meint Ex-Schüler Dennis Helmrich, jetzt KFZ-Mechatroniker, der dann den allerschönsten Satz des Ehemaligentreffens formuliert: „Man kommt nach Hause!“

Organisation ist das A und O!

Mathelehrer Thomas Schulz hatte zum dritten Mal die Federführung des Ehemaligentreffens in die Hand genommen. Unterstützt wurde er von seinen treuen Schülerinnen und Schülern, die oft schon seit dem ersten Treffen im Organisationsteam dabei sind: Martin Bruckes, Sven Freis, Sebastian Kipp, Jan Schmitz, Philipp Schmitz, Janine Stephany und Michael Syben. Der erste Schritt war, dass Schulz eine neue Gruppe im sozialen Netzwerk Facebook einstellte, um sich optimal absprechen zu können. Mehrere Treffen fanden dann in „Conny`s Come In“ in Boisheim statt. „Da viele Abläufe schon bekannt waren, konnten wir auf einem guten Fundament aufbauen! Erstes Gesprächsthema war eine Auswertung des letzten Treffens; Bewährtes übernahmen wir, andere Dinge modifizierten wir“, erklärt Kollege Schulz.

Unser ehemaliger Schülersprecher Sebastian Kipp, Abiturjahrgang 2004, übernahm wie immer die Schriftführung bei den Organisationstreffen. „Mir gefällt, dass ehemalige Schülerinnen und Schüler mitbestimmen dürfen, wie das hier auf dem Fest abläuft. Wir hoffen natürlich, dass uns dann beim nächsten Mal noch weitere Schülerinnen und Schüler unterstützen werden.“

Neu im Organisationsteam ist Jan Schmitz, Abiturjahrgang 2010, der sich zurzeit in der Ausbildung zum Mediengestalter befindet. Keine Frage, dass er die Gestaltung der Plakate und der Visitenkarten übernahm.
Für das Catering und die Getränke steht das SchülerInnen-Team der Oberstufe zur Verfügung unter der Leitung der jeweiligen Beratungslehrer Alexander Kast, Hajo Busch und Thomas Schulz .

Zu den Fotos von Lars Mevißen: 4:Lehrer Thomas Schulz, auf den die Idee des Ehemaligentreffens zurückgeht, mit SchülerInnen aus seinem Abiturjahrgang 2010. 5: Auch zwei ehemalige Führungskräfte ließen sich blicken: v.l.n.r.: Martin Landmann, mittlerweile Schulleiter an der Anne-Frank-Gesamtschule in Viersen, unser alter Schulleiter Roland Schiefelbein (wohlgemerkt: „mit ohne Krawatte“!). Daneben: Unsere Lehrer aus dem GEW-Kreisvorstand, Siegfried Scharmann und Hajo Busch.


Ein langes Fest – einige verpassen sich

Anke Brandes, 2000 von der Schule abgegangen, bedauert, dass sie einige ehemalige Klassenkameradinnen und Klassenkameraden nicht mehr angetroffen hat. „Viele hatten Kinder mit und kamen am Anfang, also bereits am späten Nachmittag, um ihren Kindern die Schule ihrer Eltern zu zeigen. Wir sind leider zu spät gekommen!“ „Nein, nein“, werfen Stefan Dahlmeyer und Dennis Feldges, Abiturjahrgang 2001, ein. „Die anderen sind zu früh gekommen.“ Die beiden jungen Väter berichten lachend, wie sie das „Babysitter- Problem“ lösen und sich den Abend freischaufeln konnten: Sie ließen ihre Ehefrauen, die nicht auf der Gesamtschule waren, mit den Kindern zu Hause. (Wir hoffen, dass es dann bei einem potentiellen Ehemaligentreffen der Ehefrauen umgekehrt sein wird und die modernen Ehemänner Zuhause babysitten werden.)

Diesmal mit dem Party-Bus Nettetal

Die lauteste Musik schallt aus einem Bus vom Schulhof herüber; Electro und House hatten die beiden jungen Unternehmer mit ihrem ehemaligen Lehrer Thomas Schulz vereinbart. Der Schriftzug „Party-Bus Nettetal“ ist deutlich auf dem Bus zu lesen. Unsere ehemaligen Schüler Peter Gruteser und Michael Syben haben eine Marktlücke gefüllt, denn der Party-Bus steht seit 2009 in einer Halle in Kaldenkirchen und kann als mobiler Disco-Bus gemietet werden. Sie erzählen weiter, dass er im öffentlichen Straßenverkehr nicht mehr zu sehen sei und lediglich zu einem Event von Ort A nach B gefahren werden dürfe.

Sehr schwere Wermutstropfen

„Ich habe Leute gesehen, die ich fünf Jahre nicht mehr gesehen habe! Schön, dass ich meinen alten Klassenlehrer Herrn Busch wiedergesehen habe!,“ kommentiert Anne Schwerke. Und dann spricht sie auch einen sehr schweren Wermutstropfen an: „Aber ich bin auch ein wenig traurig, weil ich mich auch an meinen Techniklehrer, Herrn Chargé, der ja schon verstorben ist, erinnern muss!“ Der eine oder die andere wird sich sicher auch an unsere Lehrerin Karin Linke-Lowis erinnern, die ebenfalls viel zu früh verstorben ist.

Abschied am frühen Morgen

Und um drei Uhr dreißig morgens schlagen dann auch die letzten Schülerinnen und Schüler den Weg nach Hause ein. 300 Gäste haben wir begrüßen können. „Obwohl die Atmosphäre so fantastisch war, ist es doch schade, dass – im Vergleich zu den ersten beiden Treffen – relativ wenige hier waren,“ resümiert Thomas Schulz.
Man sieht sich – spätestens wieder in drei Jahren, wenn seine Idee wieder realisiert und es dann heißen wird: 4. Ehmaligentreffen an der Gesamtschule Nettetal, aller Wahrscheinlichkeit nach am 1. April 2017. (Und das ist kein verspäteter Aprilscherz!)

Tipp: Schaut auch mal auf der offiziellen Ehemaligen-Homepage vorbei: http://ehemalige.ge-nettetal.de.

Die Fotos vom Abend findet ihr in Kürze auf unserer Facebookseite: https://www.facebook.com/gesamtschulenettetal.

(Julietta M. Breuer)

Nachrichten-Archiv 2014


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