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Gästetag: Fachleute präsentieren ihre Berufe

"Ich liebe meinen Beruf und möchte gerne von ihm erzählen. Ich möchte meine Erfahrungen weiter geben und für meinen Beruf werben," so begündet Claudia Kemper ihre jahrelange Teilnamhme am sogenannten "Gästetag", der am Samstag, dem 12.10.2013 zum 18. Mal an der Gesamtschule Nettetal stattfand. Obwohl ihre beiden Kinder schon längst entlassen sind, hält die ehemalige Schülermutter auf diesem Wege den Kontakt zur Schule aufrecht.

"Der Gästetag ist mit das erste Element in der Berufsorientierung und ist an unserer Schule nicht mehr wegzudenken," erklärt Abteilungsleiter Bernd Rösler, der die Veranstaltung organisiert hat und sich darüber freut, in diesem Jahr wieder fünf neue Gäste begrüßen zu dürfen.

Jeder Schüler und jede Schülerin aus dem 9. Jahrgang muss drei Mal einen halbe Stunde einen "Gast" seiner Wahl in einem Klassenraum besuchen. Insgesamt 16 Fachkräfte haben sich zur Verfügung gestellt ihre Berufe zu präsentieren, haben Arbeitskleidung und -material sowie Prospekte mitgebracht, manchmal auch ganze Stellwände aufgebaut.

"Ich glaube, die Menschen, die selber in dem Beruf arbeiten, können ihn auch am besten beschreiben," beurteilt Tom aus der 9c den Gästetag.

"Wir sind begeistert von den Schülern, weil sie sehr interessiert sind. Sie stellen viele Fragen und hören aufmerksam zu," lobt Angelika Hanusrichter von der Sparkasse Krefeld, die zusammen mit Katharina Durczak den Beruf der/des Bankkauffrau/mannes präsentiert, ihrerseits die Schülerinnen und Schüler.

Schule und Beruf kommen in zusammen

Margret Barisic, die im Irmgardis-Krankenhaus in Süchteln, und Manfred Minten, der im AHK in Viersen arbeitet, stellen den Beruf des/der Gesundheits-, Kranken- und Kinderpfleger/in vor, "weil wir es für unabdingbar wichtig finden, die Pflegeberufe in die Öffentlichkeit und ins Bewusstsein der Schüler zu bringen. Und weil der Beruf Zukunft hat aufgrund des demografischen Wandels. Manfred Minten erklärt weiter:

"Nach der Verfassung des Landes NRW sind wir verpflichtet, Jugendliche die umfassende Möglichkeit zur schulischen und beruflichen Ausbildung zu gewähren. Es ist optimal, wenn Jugendliche und Ausbilder an einem Platz zusammenkommen, um sich kennenzulernen und sich zu vernetzen."

Kennenlernen können die Jugendlichen in diesem Jahr folgende Berufe: Chemietechniker/in, Zeitungsredakteur, KFZ-Mechatroniker/in, Industriemanager/in, Zahnmedizinische/r Fachangestelle/r, Sozialversicherungsfachangestellte/r, Sozialpädagoge, Verwaltungs- und Büroangestellte/r, Schornsteinfeger/in, Erzieher/in, Koch/Köchin, Bankkaufleute, Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpfleger/in, Technische/r Systemplaner/in aus der Lufttechnik, Industriekauffrau/mann und einen Notarzt/Notärztin (Anästesist/in).

Kleine Anerkennung für die Gäste

Für alle Gäste gibt es ein keines "Dankeschön": Der Förderverein der Gesamtschule hat es sich nicht nehmen lassen, an die zwei Dutzend Flaschen Sekt zu sponsern, die von Sabine Maahsen (die mit dem Deko-Daumen aus der Schul-Caferteria!) noch liebevoll aufgepäppelt wurden. Doch unsere Cafeteria-Fee will das Lob nicht alleine für sich einheimsen: "Edith Christian, die schon lange in der Cafeteria arbeitet, hilft mir schon zum 5. Mal freiwillig bei den Vorbereitungen für den Gästetag!"

Beim Abschluss der Veranstaltung resümieren Nico, Stefen, Kai und Maurice aus der 9c einstimmig: "Wir finden es cool, dass wir einen Einblick in die verschiedenen Berufe bekommen haben!" Doch nicht jeder ist so angetan: Marvin Glünz aus der 6b, der seinen Vater, den rabenschwarzen "Glücks-Bringer" begleitet, meint: "Schornsteinfeger ist zu langweilig! Polizist ist spannender!"

(Julietta M. Breuer)

Nachrichten-Archiv 2013


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