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Fensterprojekt im Lambertiturm

Kooperationsprojekt der Gesamtschule und der Realschule in Nettetal

Als „größte Laterne des Niederrheins“ erstrahlt der Lambertiturm in unserer Schulstadt Nettetal-Breyell wieder für zwei Jahre seit dem Sankt-Martins-Tag 2018. Zwei nebeneinanderliegende Fenster des alten Kirchturms wurden von unserer Städtischen Gesamtschule Nettetal in Kooperation mit der Realschule Kaldenkirchen gestaltet.

Prozess der Vorbereitung und Absprachen

Ende September 2018 lud der Vorsitzende des Fördervereins „Alter Kirchturm“ e.V. , Dr. Reinhard Rankers, Vertreterinnen und Vertreter der Breyeller Kindergärten und Schulen sowie des Heilpädagogischen Zentrums zu einem Vorgespräch in den Lambertiturm ein.

Nach einer kurzen Einführung über den Zeitraum und die Größe der gotischen Fenster in etwa 20 Meter Höhe präsentiere er frühere Beispiele, anschließend wurden über neue Möglichkeiten der Gestaltung diskutiert. Menschliche Figuren mit verschiedenen Hautfarben zu kreieren, um ein harmonisches Zusammenleben zu fördern, war dabei die Idee unserer Kunstlehrerin Andrea Natterer: „Den dargestellten Menschen sollte kein individuelles Gesicht gegeben werden, damit sie stellvertretend für die jeweilige Ethnie stehen können“, erläuterte sie. Auf den Einwand, dass auch ein weihnachtlicher Aspekt berücksichtigt werden sollte, schlug sie vor, Engel mit verschiedenen Hautfarben darzustellen, da diese Erscheinungen in allen Religionen präsent seien. Valeska Wefers, stellvertretende Schulleiterin der Realschule Kaldenkirchen, konnte sich sofort mit dieser Idee anfreunden; der Gedanke, daraus ein Kooperationsprojekt zwischen der Gesamtschule und der Realschule zu entwickeln, lag nahe. Natterer und Wefers beschlossen,  die Südseite des Turmes mit ihren SchülerInnen gemeinsam zu gestalten.

Austausch zwischen der Gesamtschule und der Realschule

Beide trafen  sich, um sich über die Entwürfe und Vorgehensweise abzusprechen. Da die Zeit knapp war, konnten die Schülerinnen und Schülern  bei den Entwürfen noch nicht mitarbeiten, denn diese Arbeit erledigten die beiden Lehrerinnen während des laufenden Unterrichtes und an „freien“ Nachmittagen und am Wochenende. (Um zufrieden stellende und altersgerechte Ergebnisse zu evozieren, benötigt es im Idealfall eine Projektwoche, die beispielsweise vor den Herbstferien angesetzt werden könnte und in der unterschiedliche Schüleransätze probiert und diskutiert werden würden.) So jedoch schnitten  die SchülerInnen die gesamten Körper, Flügel und Heiligenscheine aus und entschieden weitgehend die Farbgebung der Gewänder etc., was ihnen viel Freude bereitete.

Dankeschön von Seiten der Lehrerinnen

Herzlichen Dank sagen Andrea Natterer und Valeska Wefers an dieser Stelle allen fleißigen kleinen und großen Händen. Wefers: „Es ist toll, dass unsere Schulen die Chance hatten, auch einmal auf künstlerischem Gebiet zusammenzuarbeiten.“ Auch danken sie dem Einsatz der  Integrationshelferinnen  Nicole Freiwald und Barbara Schmidt, ohne deren Hilfe die Gruppe nicht so schnell fertig geworden wäre.

Ein großes Dankeschön auch an den  Förderverein der Gesamtschule Nettetal, der sich ganz kurzfristig bereit erklärte, die Kosten für die Materialien unserer Schule zu übernehmen!

Julietta M. Breuer

 

Nachrichten-Archiv 2018


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