Zum Artikel springen
Zur Navigation springen


Artikel überspringen — Artikel

Der Nettetaler Schulweg – Wohin führt der Weg?

„Der Nettetaler Schulweg – Wohin führt der Weg?“ - Erster Projekttag an der Realschule

Am frühen Nachmittag posieren sie dann alle für die Presse auf dem Schulhof der Städtischen Realschule in Kaldenkirchen: die Klasse 5d der Gesamtschule mit ihren Klassenlehrerinnen Daniela Nittner und Anke Ratusny, die Klasse 5b der Realschule mit ihrer Lehrerin und stellvertretender Schulleiterin Nadine Maaßen sowie insgesamt 16 Schülerinnen und Schüler der Schülervertretung (SV) von beiden Schulen mit ihren SV-Lehrpersonen Dorian Golla, Marion Plog und Michael Rathke. Auch die Schulleiterin der Gesamtschule, Angelika Eller-Hofmann, und der Schulleiter der Realschule, Joachim Sczyrba, waren dabei. „Mit diesem Tag haben wir das Fundament für weitere synergetische Prozesse gelegt,“ resümieren alle einstimmig.

Rallye durch Kaldenkirchen

Unter dem Motto „Der Nettetaler Schulweg – Wohin führt der Weg?“ hatte am vergangenen Donnerstag, 24.09.2015, der erste Projekttag an der Realschule in Nettetal-Kaldenkirchen stattgefunden. Schwerpunkt war dabei die erste Kontaktaufnahme. Nach mehreren Kennenlernspielen zog die Schülerschar in gemischten Kleingruppen anlässlich einer Rallye durch Kaldenkirchen, von der Sporthalle aus, am Busbahnhof vorbei in Richtung Innenstadt, weiter zur Kirche, zum Kino und zurück zur Realschule. Dabei kamen sie an vier Stationen der SV vorbei und lösten hier verschiedene Aufgaben. „Wir, die SV-Schüler der Gesamt- und Realschule haben als Team gearbeitet und konnten so Hemmschwellen überwinden“, meint SV-Schülerin Celine Glaeser. Auf einem Laufzettel bescheinigte die SV den jüngeren Schülern, dass sie ihre Stationen „abgearbeitet“ hatten. Und wie lautete dann das Lösungswort auf dem Laufzettel?: KOOPERATION!

Treffen in der Mensa – Vergleich der Schulen

Mittags gab es ein großes gemeinsames Essen in der Mensa. „Es gab überhaupt keine Berührungsängste, weder auf Schüler- noch auf Lehrerseite,“ berichtet SV-Lehrerin Marion Plog. „Einige Schülerinnen und Schüler kannten sich bereits noch aus der Grundschule!“

Schon die Gestaltung des Mittagessens regte zum Vergleichen an. Wie wird der offene Ganztag an der Realschule, wie der gebundene Ganztag an der Gesamtschule organisiert und durchgeführt? Darüber hinaus: Wie gestalten die beiden Schulen die Arbeitsgemeinschaften (AGs) oder den Wahlpflichtbereich (WP)? Dazu führten die Realschüler unsere Gesamtschüler durch die Gebäude, zeigten die Klassen- und Fachräume, den Schulhund und vieles mehr. Viele Dinge sind verschieden, viele Dinge sind ähnlich, Gemeinsamkeiten, insbesondere bei den pädagogischen Schwerpunkten,  sind auf jeden Fall da.

Beendet wurde der erste Projekttag mit einer Auswertung und Reflexion. Jeder einzelne sann nach, was für ihn KOOPERATION bedeute. Florian meint dazu: „Egal, von welcher Schule man ist, man kann immer zusammen lernen. Es war cool mit der Realschule.“ Und Giulia schreibt: „Dass auch fremde Leute/Menschen kooperativ arbeiten können.“ Daniela Nittner war beeindruckt, als sie berichtet: „Worüber wir uns den Kopf zerbrochen hatten, die Suche nach einem Motto, brachte Schüler Tom Herentrey dann ganz einfach auf die Formel:

GESAMT PLUS REAL GLEICH SCHULE!

Resümee des ersten Projekttages aus Schulleitersicht

Joachim Sczyrba, Schulleiter der Realschule:

“Der Start der Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Projekttag war mehr als gelungen. Wer die Kinder der Klassen 5, die Jugendlichen der SV und die Kolleginnen und Kollegen beider Schulen an diesem Tag erlebt hat, konnte vor Freude in der Begegnung, das große Engagement und die Intensität der Zusammenarbeit wahrnehmen. Es zeigte sich mal wieder, wie in der Begegnung von Menschen Schranken der Voreingenommenheit beseitigt werden können.“

Angelika Eller-Hofmann, Schulleiterin der Gesamtschule:

„Dieser erste Projekttag hat bewiesen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Praxistest hat funktioniert. Das gemeinsame Ziel, die Nettetaler Schullandschaft aus der pädagogischen Praxis heraus in gemeinsamer Verantwortung zu gestalten hat unsere beiden Schulformen eng zusammenrücken lassen. Eine bessere Voraussetzung für gute Bildungsarbeit gibt es nicht – denn die Gewinner des Tages waren die Schülerinnen und Schüler.“

Wohin führt der Weg - Ausblick

„Wir haben schon viele schöne Ideen, wie wir versuchen wollen, unsere Schülerinnen und Schüler zusammenzubringen!“, so SV-Schülerin Celine Glaeser. Das nächste konkrete Treffen wird nach den Herbstferien ein gemeinsamer Theaterbesuch in der Werner-Jaeger-Halle in Nettetal-Lobberich sein. Und ein Gegenbesuch an der Gesamtschule steht natürlich auch schon auf der Tagesordnung.

Von: Julietta M. Breuer

 

Presseschau

Nachrichten-Archiv 2015


nach oben springen