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"Das Experiment" - am Ende Gänsehaut

„Die Schüler des Literaturkurses zeigten ein aufwändig produziertes Stück mit vielen Effekten, die die unheimliche Stimmung noch verstärkten“, beurteilt die RP am 25. Juni 2018 die Aufführung des Theaterstückes „Das Experiment“ von Sabine Hrach, welches der Literaturkurs des 12. Jahrgangs unter Leitung von Lehrer Thomas Schulz am Freitag, den 22.6. und Sonntag, den 24.6.2018 in der Mensa der Städtischen Gesamtschule aufführte. Laserstrahlen, Videobeiträge, moderne Musik, verschiedenfarbige Leuchtarmbänder - viel Technik wurde eingesetzt.

Das ausdrucksvolle Bühnenbild, ein Baugerüst, stellte die Firma GESO GmbH (Gesellschaft für Sonderkonstruktionen im Gerüstbau) aus Bracht kostenlos zur Verfügung (Zoe hatte dazu den Kontakt hergestellt). Die weißen Kittel des Wissenschaftlerteams stellten das Krankenhaus in Lobberich sowie die OGS in Kaldenkirchen zur Verfügung. Das aufwändige Coverfoto war in einer Lagerhalle in Kaldenkirchen aufgenommen worden, welche die Schülerinnenmutter Nicole Terstappen zur Verfügung stellte.

Fotos von Jan Venten und Julietta Breuer

Zur Thematik

Vier WissenschaftlerInnen organisieren und beobachten ein geheimes Experiment in einer abgelegenen Lagerhalle. 14 Jugendliche wurden entführt und tragen nun Armbänder, welche ihren jeweiligen wechselnden Status mit wechselnden Leuchtfarben symbolisieren. Eine Winner- und eine Loosergruppe zeichnet sich ab. Der Kampf um ihren Rang in der Gruppe beginnt mit der Frage nach dem jeweiligen Status – und gerät außer Kontrolle. Die Frage, wer die Masse kontrollieren und die Weltherrschaft übernehmen wird, spielt zunehmend eine Rolle.

Vielen ist die Thematik des Stückes aus dem bekannten Standford-Prison-Experiment“, aber auch aus der ehemaligen Pflichtlektüre in der Oberstufe, „Die Physiker“ bekannt.

„Ich bin völlig begeistert von der Leistung meiner Schülerinnen und Schüler. Sie haben weit über das normale Maß hinaus, Zeit und Kraft investiert“, berichtet Schulz über die 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer seines Literaturkurses. „Teilweise spielten sie sogar zwei verschiedene Rollen. Bei den Aufführungen überzeugten sie durch eine enorme Intensität, Authentizität und Überzeugungskraft. Ich bin sehr stolz auf sie!“ Für die Kolleginnen und Kollegen an der Schule ist es selbstverständlich, sich bei solchen Großveranstaltungen den Rücken freizuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen, wie auch Kathrin Goller, die alljährlich  die Showkoladen organisiert,  zu berichten weiß.

Reaktionen aus dem Publikum

„Das Bühnenbild wirkte interessant und experimentierfreudig. Mit dem Baugerüst stellte es  einen passenden Rahmen für die Spielfreude der Schülerinnen und Schüler dar“ (Stephan Merschieve, Ex-Referendar der Gesamtschule, Lehrer am Hugo-Junkers- Gymnasium in Rheydt).

„Ich bin wirklich einfach nur sprachlos über dieses gelungene Theaterstück. Wieder einmal eine grandiose Arbeit von Herrn Schulz als Regisseur. Durch die überragenden schauspielerischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler haben sie einen nicht nur in den Bann des Stücks gezogen, sondern auch die Message des Stücks schlüssig vermittelt. Hatte am Ende wirklich Gänsehaut“ (Oriane Gommans, Geschichts-Studentin und Ex-Abiturientin der Gesamtschule).

„Die Geschichte war sehr gut durchdacht! Sie passte zu unserer Generation im 21. Jahrhundert. Am Ende gab es eine extreme, unerwartete Wende; so ein kleines, graues Mäuschen von Wissenschaftlerin, das auf der „guten Seite“ zu stehen schien, entpuppt sich als das Böse. Dieses Ende, das überhaupt nicht vorauszusehen war,  hat uns tief berührt“ (Jonas F. und Nina Nisa B. aus Viersen).

„Wir halten solch einen Literaturkurs ganz wichtig für die Schule. Die Handlung war spannend; man weiß überhaupt nicht, was einen am Ende erwartet. Im zweiten Teil kam plötzlich der Aha-Effekt. Wie gefährlich es auch heute ist, die Massen zu mobilisieren. Ein spannendes Stück mit aktuellem politischen Bezug“ (Christoph und Lintrut Peters aus Kaldenkirchen).

„Die jugendlichen Darstellerinnen und Darsteller waren super engagiert, spielten  authentisch und gingen voll in ihren Rollen auf. Man nimmt allen ab, was sie spielen, wobei unserer Meinung nach „die Wissenschaftlerin“ mit den Krücken, der „krüppelige Quälgeist“,  hervorsticht! Immer wieder wird der Bezug zur Realität hergestellt. Denn der Gedanke, dass Kinder viel lieber lernen, wenn der Computer etwas vorgibt – das ist schon am Zeitgeist orientiert, wobei man natürlich nachdenken muss, ob das so gut ist!“  Eine Theater-AG sei bekannt an den weiterführenden Schulen, das Fach Literatur als Projektkurs in der Oberstufe sei schon etwas Besonderes und eine Chance (Robert Horn, Schülervater aus Grefrath, mit Tochter Emilia).

„Es war eine tolle Atmosphäre. Tolles Thema. Tolle Stimmung. Die Schülerinnen und Schüler schlüpfen perfekt in ihre Rollen und strahlen die Gefühle dazu aus“, meinen Sandra Breuer, Hayfa Kassas und Claudia Schatten vom Förderverein Flüchtlignshilfe Nettetal.e.V. Hayfa, deren Tochter an der Gesamtschule eine 5. Klasse besucht, ist schon gespannt, ob ihre Tochter später mal bei einer Aufführung dabei sein wird.

Die Besetzung der 28 Rollen

Die Jugendlichen ...

Sophie W. und Sophia K. als „Maja“
Melike S. und Marie-Sophie Sch. als „Annika“ und als „Emily“
Chantal R. und Sara E. als Charlotte und als „Hanna“
Lena Sch. als „Sharleen“
Laura K. und Zoe St. als „Jenny“
Florian R. und Nick A. als „Ben“ und als „Alex“
Marie-Sophie G.  und Ramona T. als „Juliane“
Andre K. als „Finn“
Max M. und als „Fabian“
Franziska L. als „Sophie“
Annabel W. als „Lilly“

… und die WissenschaftlerInnen

Gülcin A. und Kira S. als „Frau Prof. Dr.“
Gizem G. und Melisa Y. als „Frau Dr. Dr.“
Christiane F. und Jana H. als „Frau Dr. h.c.“ und
Philipp N. als „Herr Meier“

...und die ZuschauerInnen

Julia M. als „Die Optimistin“
Ann-Kathrin D. als „Die Naive“
Patryk S. als „Der Pessimist“ 

Julietta M. Breuer

Nachrichten-Archiv 2018


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