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Bewegliche Kunstwerke im Wald

Gesamtschule Nettetal kooperiert mit dem Atelier van Eyk in Leuth. VON JOACHIM BURGHARDT.

Breyell/Leuth. Aus der Schule in den Wald, aus dem Klassenzimmer ins Atelier: Ein ungewöhnliches gemeinsames Projekt haben die Städtische Gesamtschule Nettetal und Mieke Spolders vom Atelier van Eyl in Leuth entwickelt. Denn was die Klasse 4c im Kunstunterricht unter dem Motto „Kunst im Wald“ erarbeitet, wird am letzten Maiwochenende im und um das Atelier in einer Ausstellung zu sehen sein, dazu gibt’s ein Programm mit Ansprachen und Musik. Die Vorbereitungen in der Schule laufen auf Hochtouren.

Den Durchblick haben sie, die jungen Künstler: „Wir wollen zeigen, wie man durch Kunst die Natur neu und anders entdecken kann“, erklärt Alessio. Und Torben ergänzt: „Wir bauen sozusagen bewegliche Rahmen als Kunstwerke in der
Natur.“ Was die beiden mit ihren Mitschülern Aiman und Saba da ausgeheckt haben und mit viel Gespür und Geschick umsetzen, gehört zum Projekt „Kunst im Wald“ der Klasse 7c.

Ein Dreieck, ein Viereck, ein radförmiges Achteck, beweglich alles, bunt glänzend und farbig schimmernd die Rahmen, sehenswerte Kunstwerke für sich allesamt, und doch sind die Objekte von Alessio & Co. Teil einer großen Gesamtschau. „Die Ideen haben die Schüler selbst entwickelt, das ist schon allerhand, wie sie sich engagieren“, lobt Kunstlehrerin Veronika Wolters. Dabei ist das Klassenzimmer nicht allein Ort des Geschehens.

Seit Schuljahresbeginn sind die Schüler, so um die 13 Jahre alt, mit Eifer bei der Sache. Ließen sich inspirieren vom Atelier van Eyk mitten im Leuther Wald, wo seit dem Wirken des großen Künstlers Anton van Eyk Kunst und Natur in wechselseitiger Wirkung stehen (www.atelier-van-eyk.de).

Zu den Fotos:  Besuch im Kunstunterricht von Frau Wolters und ihrer Klasse 7c: Reporter Joachim Burghardt interviewt und fotografiert die SchülerInnen. (alle Fotos: Julietta M. Breuer)

Den Anstoß zum Kunstprojekt gab Mieke Spolders vom Atelier: „Wir haben öfter Projekte mit Künstlergruppen und Kunststudenten, aber es ebenso wichtig, dass auch junge Menschen Kunst für sich entdecken.“

Mit der Gesamtschule, von jeher kreativen Initiativen zugetan, scheint Spolders den idealen Partner gefunden zu haben: Die Schüler schnell Feuer und Flamme für die Idee, die Galeristin beeindruckt vom Engagement der jungen Leute, Lehrer, Elternschaft und Förderverein gern unterstützend dabei. Besuche im Atelier und Inspiration durch die Natur ringsum, Gespräche und Interviews mit Spolders, Recherchen über Anton van Eyk - die Schüler ließen sich allerhand einfallen, nahmen und nehmen sich auch samstagnachmittags Zeit dafür (www.genettetal.de).

Mit im Boot sind die Kurse „Darstellen und Gestalten“ des 9. Jahrgangs mit den Lehrern Gregor Althammer und Galal Marzouk; sie steuern unter anderem plastische Collagen und Texte bei. In der 7c haben sich die Schüler derweil vertraut gemacht mit verschiedenen Materialien: Kunst und Werken gehen Hand in Hand, jede der Kleingruppen ist mit spezifischen Themen und Stoffen befasst. So färben sie und formen sie, messen und schneiden, zeichnen und pinseln, konzentriert und motiviert, Farbgeruch in der Luft und Stimmengewirr.

Da bauen Schüler unterm Motto „Puzzle-Blume“ eine bewegliche Blüte aus Schieferplatten, gelb und braun eingefärbt. Schülerinnen gestalten die „etwas andere Unterwasserlandschaft“ -ein Aquarium wird zum fantastischen Lebensraum.
Dazu kommen beispielsweise ein hölzernes Online-Männchen, modernisierte Märchen, Arbeiten über den Künstler Anton van Eyk.

Joachim Burghardt

Grenzland-Nachrichten, 1. Mai 2015

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