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Aus der Welt fallen ... und doch Mensch bleiben?

Exkursion des Gk Geschichte 13 zur Gedenkstätte KZ Buchenwald/Weimar am 14./15.01. 

Aus der Welt fallen ... 

... und doch Mensch bleiben?

Wie geht das? Diese Frage haben sich 19 Schülerinnen und Schüler des Gk Geschichte des 13. Jahrgangs letzte Woche gestellt, als sie die Gedenkstätte des ehemaligen KZ’s Buchenwald besuchten. Im Unterricht gründlich darauf vorbereitet, wurde schnell deutlich, dass die Realität die Grenzen des Vorstellungsvermögens sprengt.

Der Nebel, der die Sicht an diesem Tag auf 40m begrenzt, die Kälte und die Nässe, die in die Kleider kriechen und unter die Haut gehen, machen deutlich, womit die Insassen täglich, vor allem im Winter gekämpft haben…..neben dem Terror durch die SS-Männer, der täglichen Ungewissheit des Überlebens, der körperlichen Auszehrung durch Arbeit und wenig Nahrung, der Vernichtung durch Arbeit.

Fakten, eindrücklich vermittelt durch Holger Obbarius, pädagogischer Mitarbeiter der Gedenkstätte, der uns an dem Tag begleitet und an seinem fundierten Wissen teilhaben lässt.

An einem Ort fernab der Welt und dem, was das Menschsein ausmacht. Und doch auf dem Berg weithin sichtbar für alle, die es hätten sehen wollen?

Die Gedenkplatte auf dem ehemaligen KZ-Gelände, auf der die über 50 Nationalitäten der Menschen, die bis 1945 im KZ Buchenwald waren, erwähnt werden, hat eine ständige Temperatur von 37°Celsius. Die Körpertemperatur eines Menschen.

Die Vergangenheit birgt unsere Aufgabe für die Gegenwart und die Zukunft. Das Erinnern ist unsere Möglichkeit des Mensch-seins.

A. Ratusny

Fotos: Angelique Nissen

Nachrichten-Archiv 2014


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