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Gewaltprävention
„Well done !" - so würdigte die Tennisspielerin Martina Nawratilova ihre Mitspielerinnen nach einer gelungen und beeindruckten Aktion. „Well done !" - so einfach könnte man den Erfolg des Projektes „Stark im Konflikt" zusammenfassen, welches wir im Zeitraum vom 08.03. bis 30.03.2006 gemeinsam mit der Steimel-Menschner-Projektgruppe durchgeführt haben.
Zielgruppe des Projektes war in diesem Jahr die 7. Jahrgangstufe
- Die insgesamt acht Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer nutzten am 8. März den Lehrerworkshop zur Vorbereitung auf das Projekt.
- Bereits einen Tag später besuchten die 120 Schülerinnen und Schüler die themenspezifische und jugendgerechte Theateraufführung. Im Anschluss nahmen sie im Klassenverband an dem zweistündigen Schülertraining teil.
- Zum Zwecke der Intensivierung des Trainings und eines ersten Austausches über die praktische Verwertung der Trainingsmethoden trafen sich die Schülerinnen und Schüler am 30. März erneut mit den Trainern.
- Als Vertreter der Klassenpflegschaft nahmen insgesamt neun Elternteile an dem Elternworkshop teil.
Die Reaktionen der beteiligten Gruppen unserer Schulgemeinde waren mit denen des Vorjahres identisch. Sowohl die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte als auch die Elternschaft äußerten sich in spontanen Stellungnahmen durchweg positiv. Dieser Eindruck bestätigte sich auch in der Auswertung des Fragebogens, welchen wir den beteiligten Gruppen vorgelegt haben.
Hier konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu folgenden Fragen Stellung nehmen
- Was hat dich besonders beeindruckt?
- Welche Methode kannst du in deinem Alltag verwenden?
- Welche Auswirkungen hat das Training auf die Klassengemeinschaft in deiner Klasse?
- Was hat dir nicht gefallen?
- Was fehlte?
Das Votum der Schülerinnen und Schüler war eindeutig
- Besonders beeindruckt zeigten sie sich sowohl von dem einleitenden Theaterstück als auch von den verblüffenden und zum größten Teil unbekannten Methoden zur Konfliktgestaltung und Konfliktbewältigung. Es bereitete den Schülerinnen und Schülern großen Spaß erleben zu dürfen, Konflikte mit kreativen Strategien anderes zu gestalten als gewohnt.
- 99 Prozent der Schülerschaft sah sich motiviert und in der Lage, die vorgestellten Methoden in ihrem Alltag zu verwenden. Allerdings kritisierten einige Schülerinnen und Schüler, dass der begrenzte Zeitraum des Trainings ihnen zu wenig Zeit bot, die Methoden unter Anleitung zu trainieren.
- Insgesamt waren ca. 80 Prozent der Schülerschaft der Auffassung, dass das Projekt positive Auswirkungen auf die Klassengemeinschaft hatte. Die an-deren Schülerinnen und Schülern konnten aktuell keine Veränderung feststellen bzw. wollten zum Zeitpunkt der Befragung kein Urteil abgeben.
- So verwundert es nicht, dass ca. 90 Prozent der Schülerschaft keine Kritikpunkte am Projekt äußerten.
- Da in allen vier Schülertrainingsgruppen konkrete Auseinandersetzungen aus dem Schüleralltag aufgegriffen und besprochen wurden, standen einige Schülerinnen und Schüler quasi als Fallbeispiele im Mittelpunkt des Geschehens. Das Echo dieser Schülerinnen und Schüler fiel unterschiedlich aus. Zwei Drittel äußerten sich erleichtert und zeigten sich davon überzeugt, dass sich ihre Situation verbessert hat. Die Restgruppe kritisierte, dass er der Zeitrahmen zur Bewältigung ihrer Problematik zu kurz war.
Die Beurteilung der Lehrkräfte und der Elternschaft vielen ähnlich positiv aus
- Alle Lehrkräfte bescheinigten den Trainern ein hohes Maß an Kompetenz in der Frage der Konfliktbewältigung. Auch sie wünschten sich einen erwei-terten Zeitrahmen zur Intensivierung des Trainings bzw. zur Bearbeitung der Fallbeispiele.
- Aus der Elternschaft kam erneut die Rückmeldung, dass es wünschenswert wäre, die Elterntrainings mit den kompletten Gruppen der jeweiligen Klas-senpflegschaft durchzuführen. Auch die Eltern sahen für sich wichtige Hinweise für die Gestaltung von Konfliktsituationen und die Nutzung gewalt-freier Strategien in der elterlichen Erziehung.
Das Steimel-Menschner-Projekt „Stark im Konflikt" ist auf Grund des Angebotes der zielgruppenspezifischen Bausteine eine sehr gute Ergänzung unserer Präventi-onsarbeit. Gerade in Anbetracht der aktuellen Ereignisse an der Hauptschule in Berlin und den damit wieder einmal einhergehenden Diskussionen über die Qualität der Schulen insgesamt sehen wir uns auf unserem Weg der pädagogischen Arbeit in unserer Schulgemeinde bestätigt. Deshalb würden wir gerne das Projekt als festen Baustein in unser Schulprogramm aufnehmen.
Dabei hoffen wir auch in den kommenden Jahren auf ihre Unterstützung.